Kele, FKA Twigs, Max Herre, Josienne Clarke : Die Pop-Alben der Woche im Soundcheck

Jeden Freitag ab 21 Uhr reden vier Popkritiker auf Radio Eins über ihre Alben der Woche. Diesmal mit Kele, FKA Twigs, Max Herre und Josienne Clarke.

Überlegt. Der britische Sänger und Gitarrist "Kele" Okereke.
Überlegt. Der britische Sänger und Gitarrist "Kele" Okereke.Foto: Asia Werbel/Kele Press/beats international

Kele: 2042 (Kola)

Auf seinem vierten Soloalbum integriert der Bloc- Party-Sänger Kele Okereke Highlife, elektronische Komponenten und die melodienselig Düsternis der mittleren Depeche Mode. Es geht um Identität und Rassismus in der Entertainment-Industrie, die Dringlichkeit der ganz frühen Bloc Party erreicht Kele nicht. Torsten Groß, Moderator

FKA Twigs: Magdalene (Young Turks)

Tahliah Barnett ist eine Stehauf-Frau mit Extremsportlerdisziplin. Auf einem Album, das Verletzung thematisiert, klingt die Sängerin stark und erhaben wie nie. Gregorianische Choräle wechseln sich mit verzerrten Synthesizern, hexenhafte Traprhythmen mit graniterweichenden Momenten am Piano ab. Julia Lorenz, Musikjournalistin

Max Herre: Athen (Universal)

Nach dem Unicef-Rap mit Freundeskreis und drei lauwarmen Soloalben wagt Herre zeitgeistigen Hip-Hop mit Trap-Beats, Autotune und hippen Features. Dass das nicht peinlich wird, liegt an den Texten. Herre scheint mit 46 mehr auf der Suche denn je: ehrlich, verletzlich, mitunter auch politisch hilflos. Fabian Peltsch, Rolling Stone

Josienne Clarke: In All Weather (RTR)

Ein etwas anderes Break-up-Album. „I’ve given him my best years and he’ll never give them back“, singt Clarke. In 13 präzise arrangierten, glasklar intonierten Folkpop-Preziosen singt sich die britische Songwriterin ihren Liebeskummer von der Seele. Schön. Aber kein Gefühlsgewitter wie bei FKA Twigs. Jörg Wunder, Tagesspiegel

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