Kultur in der Coronakrise : Klassikbranche will klare Vorgaben für Konzertbetrieb

Generalmusikdirektoren und Chefdirigenten wenden sich an Kulturstaatsministerin Monika Grütters. Der Spielbetrieb soll wieder losgehen.

Die Musikerinnen wollen spielen. Am liebsten wieder vor Publikum.
Die Musikerinnen wollen spielen. Am liebsten wieder vor Publikum.Foto: Bernd Wüstneck/dpa

Vertreter der klassischen Musik fordern in der Corona-Krise Vorgaben für eine schrittweise Wiederaufnahme des Opern- und Konzertbetriebs. „Nicht nur Baumärkte, Möbelhäuser und die Fußball-Bundesliga haben eine klare Perspektive und klare Regeln für einen Neuanfang verdient“, heißt es in einem Brief der Konferenz von Generalmusikdirektoren und Chefdirigenten an Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU).

Bei weiterer Ausdehnung der Schließungen ohne zeitliche Perspektive einer Lockerung würden „das deutsche Musikleben und die weltweit einzigartige Stadttheaterlandschaft einen irreparablen Schaden nehmen“.
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Auch die Deutsche Konzerthauskonferenz warnt in einem Brief an Grütters davor, dass die Konzertbranche in ihrer wirtschaftlichen Existenz „nachhaltig und unwiederbringlich“ gefährdet sei. Musikerinnen und Musikern müsse bald wieder eine Bühne geboten werden.

Die Häuser müssten in die Lage versetzt werden, „einen eingeschränkten Betrieb unter Maßgabe des Infektionsschutzes“ zu ermöglichen. Der Konzerthauskonferenz gehören große Einrichtungen wie die Hamburger Elbphilharmonie, die Kölner Philharmonie, das Konzerthaus Berlin, das Festspielhaus Baden-Baden oder das Leipziger Gewandhaus an. (dpa)

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