Kunststipendien : Ausstellung zur Villa Massimo eröffnet

Die Villa Massimo präsentiert sich zum ersten Mal in Deutschland. Bundespräsident Horst Köhler und Kulturstaatsminister Bernd Neumann haben eine Ausstellung mit den Arbeiten der Stipendiaten des vergangenen Jahres im Berliner Martin-Gropius-Bau eröffnet.

Berlin - Die Villa Massimo in Rom, die 1910 vom Mäzen Eduard Arnhold gegründet und später dem preußischen Staat gestiftet wurde, vergibt heute das bedeutendste Stipendium im Ausland an deutsche Künstler. Neumann würdigte die Arbeit der Villa Massimo für die Künstlerförderung in Deutschland. Einige der Künstler hätten bereits während ihres Rom-Aufenthaltes spektakuläre Aufträge erhalten und stünden heute bereits "kurz vor dem Durchbruch zu nationalem und internationalem Ruhm". Die Villa Massimo wird aus dem Haushalt Neumanns jährlich mit 1,34 Millionen Euro finanziert.

Jedes Jahr kommen zehn Künstler aus den Bereichen Bildende Kunst, Architektur, Literatur und Komposition für elf Monate nach Rom. Während ihres Italien-Aufenthaltes öffnen die Stipendiaten in der Regel einige Male ihre Studios dem Publikum, ähnlich wie jetzt in Berlin.

Zu den Künstlern gehören dabei Christoph Brech, Hansjörg Dobliar, Parastou Forouhar und Astrid Nippoldt, der Architekt Bernd Bess und die Landschaftsarchitektin Iris Dupper. Für Literatur und Musik wurden zwei Räume eingerichtet für die Lesung der Schriftstellerin Terézia Mora sowie die Konzerte und Klanginstallationen der Komponisten Oliver Schneller und Maxim Seloujanov. (tso/dpa)

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