Lafawndah, Connie Constance, Nilüfer Yanya : Die Pop-Alben der Woche im Soundcheck

Jeden Freitag ab 21 Uhr stellen vier Popkritiker/-innen auf Radio Eins die Alben der Woche vor. Mit Lafawndah, Connie Constance, Apparat und Nilüfer Yanya.

Allround-Talent. Yasmine Dubois veröffentlicht als Lafawndah ihr Debütalbum „Ancestor Boy“.
Allround-Talent. Yasmine Dubois veröffentlicht als Lafawndah ihr Debütalbum „Ancestor Boy“.Foto: Mathilde Agius

Lafawndah: Ancestor Boy (Concordia/!K7)

Das junge Allround-Talent Yasmine Dubois alias Lafawndah, widmet sich auf ihrem Debütalbum allen Facetten der Weiblichkeit, und das von schrill aggressiv bis sinnlich erotisch. Kunst hat für sie nur Daseinsberechtigung, wenn sie Neues schafft – diesen Druck spürt man. Obwohl sie den Fokus auf Rhythmus und Bewegung setzt, wirkt „Ancestor Boy“ nicht gerade leichtfüßig. Claudia Gerth, Radio eins

Connie Constance: English Rose (AMF Records/Caroline)

Hier kommt die britische Pop-Sensation des Jahres. Die 23-jährige Connie Constance legt ein Debüt vor, das sämtliche Bemühungen von Veteranen wie den Gallaghers verstaubt, bemüht und fast schon lächerlich klingen lässt. Constance steckt voller brillanter Ideen und schlägt den Bogen von großer englischer Komponisten-Tradition eines Elton John, der Revolte der Jam bis zu Reggae, Grime und Soul. Andreas Müller, Moderator

Apparat: LP5 (Mute)

Laut, wild, gefährlich, überraschend – all das ist die neue Platte von Sascha Ring alias Apparat nicht. Muss sie ja auch nicht, aber schade ist es schon, dass die Hörerinnen und Hörer hier nur eingelullt und kaum gefordert werden. „LP5“ – allein dieser Titel signalisiert ja schon eine gewisse Ideenlosigkeit. Und so bleibt es letztlich egal, was einem Künstler und Album sagen wollen. Martin Böttcher, Musikjournalist

Nilüfer Yanya: Miss Universe (Ato Records/ PIAS)

In England gilt Nilüfer Yanya schon länger als große Hoffnung. Auf ihrem Debütalbum beweist die 23-jährige Londonerin nun, dass das Lob berechtigt ist. Sie hat ein immenses Gespür für tolle Popsongs, denen sie mit ihrer Gitarre mal eine rockige Schärfe, mal ein sehnsuchtsvolles Glitzern verleiht. Ihr betörender Gesang erledigt den Rest. Ein Highlight des Pop-Frühlings. Nadine Lange, Tagesspiegel

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