Literatur mit DDR-Schwerpunkt : Verlag Ch. Links wird Teil der Aufbau-Gruppe

Der Ch. Links Verlag war einer der renommiertesten literarischen Verlage der früheren DDR. Nun wird er Teil der Aufbau-Verlagsgruppe.

Glückliche Lösung. Verlags-Chef Christoph Links will sich langsam aus dem aktiven Geschäft zurückziehen.
Glückliche Lösung. Verlags-Chef Christoph Links will sich langsam aus dem aktiven Geschäft zurückziehen.Foto: Claudia Esch-Kenkel/dpa

Die Ch. Links Verlag GmbH wird ab Ende des Jahres Teil der Aufbau-Verlagsgruppe. Die bisherigen Schwerpunkte des Programms sollen fortbestehen, auch die Büroräume in der Berliner Kulturbrauerei bleiben bis auf Weiteres bestehen. Verleger Christoph Links will darüber hinaus bis Ende 2021 alleiniger Geschäftsführer bleiben. Der studierte Philosoph und Lateinamerikanist hatte bereits von 1986 bis 1989 als Assistent der Geschäftsführung bei Aufbau gearbeitet und im Herbst 1989 sein eigenes Haus gegründet. Es beschäftigte sich zunächst mit der Aufarbeitung der DDR-Geschichte und pflegt bis heute ein reines, stark politisch-historisch geprägtes Sachbuchprogramm. Inzwischen erscheinen bei Ch. Links pro Jahr rund 50 neue Titel. Matthias und Ingrid Koch, Inhaber der Aufbau-Verlage (mit Aufbau, Blumenbar, Rütten & Loening, atb, Die Andere Bibliothek und Edition Braus), hießen den Zukauf als ideale Vervollständigung ihres Portfolios willkommen.

Christoph Links, der im September 2019 seinen 65. Geburtstag feiert, hatte schon länger geplant, sich aus dem aktiven Geschäft nach und nach zurückzuziehen. Pläne, den Verlag in jüngere Hände abzugeben, zerschlugen sich aus unterschiedlichen Gründen. Insofern ist es eine glückliche Lösung, Ch. Links in Zeiten eines dramatisch schrumpfenden Lesepublikums beim nach wie vor renommiertesten literarischen Verlag der früheren DDR einzugliedern.

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