Little Simz, Die Heiterkeit, Dagobert : Die Pop-Alben der Woche im Soundcheck

Jeden Freitag ab 21 Uhr stellen vier Popkritiker/-innen auf Radio Eins die Alben der Woche vor. Mit Little Simz, Die Heiterkeit, Dagobert und Robert Forster.

Superheldin des Hip-Hop. Little Simz.
Superheldin des Hip-Hop. Little Simz.Foto: Age 101 Music / AWAL Recordings

Little Simz: Grey Area (Age 101)

Seit 2015 ihr Debütalbum erschien, gilt Little Simz als großes weibliche Talent des britischen Hip-Hop. Eine Superheldin, über die so viel geredet wird, dass man sich wundert, warum sich der große Erfolg noch nicht einstellte. Zumal das hier ein Sprung nach vorne ist. Wunderbar warme, wütende Platte. Annett Scheffel, Musikjournalistin

Die Heiterkeit: was passiert ist (Buback)

Sängerin Stella Sommer hat sich von den Nico-Vergleichen freigeschwommen. Insofern ist es natürlich ein bisschen gemein, wenn jetzt wieder ein Vergleich kommt: Wie eine Art Indie-Hilde-Knef findet Sommer auf dem vierten Album ihrer Band zu gravitätischer Kraft und majestätischer Größe. Torsten Groß, Moderator

Dagobert: Welt ohne Zeit (Staatsakt)

Der in Berlin lebende Schweizer Sänger leidet an der Liebe. „Ich wünsch mir so sehr, du wärst hinter mir her“, klagt er und stößt einen frenetischen Stadionpopschrei aus: "Ooohohoho!" Sein drittes Album ist monothematisch ausgefallen, aber die 80er-Retrosynthies pluckern, rattern, schäumen schön. Christian Schröder, Tagesspiegel

Robert Forster: Inferno CD (Tapete)

Für die Aufnahmen zog Forster nach Berlin. Als Australier kennt er sich mit Hitze aus, aber der Sommer 2018 raubte ihm die Luft: so heiß, so trocken, so infernalisch. Forster schrieb lakonische Lieder über eine Welt, die aus den Fugen ist, ihn aber nicht mehr sonderlich zu erschüttern vermag. André Boße, Musikjournalist

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