Lizzo, Danny Brown, Ilgen-Nur : Die Pop-Alben der Woche im Soundcheck

Jeden Freitag ab 21 Uhr stellen vier Popkritiker auf Radio Eins die Alben der Woche vor. Diesmal mit Lizzo, Danny Brown, Ilgen-Nur und Alex G.

Melissa Jefferson alias Lizzo spielt Querflöte, singt, rappt und hat Humor.
Melissa Jefferson alias Lizzo spielt Querflöte, singt, rappt und hat Humor.Foto: Jabari Jacobs

Lizzo: Cuz I Love You (Warner)

Im reifen Pop-Alter von 30 Jahren trat Lizzo 2019 endgültig ins Licht und feierte das mit einem grellen Cinemascope-Party-Album. Body Positivity, Querflöte, schwarze Selbstermächtigung: da fällt einem bei der bravourösen Entertainerin kaum noch der Biedersinn in ihrem Retro-R&B auf. Torsten Groß, Moderator

Danny Brown: U Know What I’m Sayin? (Warp)

Der Rapper, der zwischen komödiantischer Performance und Depressionen schwankt, hat die erratische Düsternis abgelegt. Für Album Nr. 5 hat er sich Produzent Q-Tip geholt, der Browns wilde Bars in eine moderne Interpretation von Oldschool-Beats gießt. Aida Baghernejad, Musikjournalistin

Ilgen-Nur: Power Nap (Power Nap Records)

Schon die Debüt-EP „No Emotion“ war ein kleiner großer Wurf und hatte mit „Cool“ gar einen amtlichen Hit. „Power Nap“ ist eine gelungene Weiterentwicklung. Ilgen-Nurs pointierte, lakonische Texte sitzen perfekt, aber der Sound ist melodischer, schillernder geworden. Daniel Koch, Musikjournalist

Alex G: House of Sugar (Domino)

Alex Giannascoli, Wunderkind aus Philadelphia, trägt die Glut des Weird Folk weiter. Eingängige Melodien pflegt er in ausfransende Arrangements zu betten, und das ziemlich brillant. Vor allem jetzt, da er erstmals ein Album nicht zu Hause, sondern im Studio aufnahm, glänzt sein Ideenreichtum. Kai Müller, Tagesspiegel

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