#MeToo und Placido Domingo : Preisverleihung für den Opernstar verschoben

Die Vorwürfe gegen Placido Domingo mehren sich. Nun muss er auf einen Preis verzichten. Vorerst.

Plácido Domingo, Sänger, gibt eine Pressekonferenz für die Aufführung "Staatsoper für alle". Nach den Vorwürfen gegen Placido Domingo wegen sexueller Belästigung erheben nach neuen Recherchen der Nachrichtenagentur AP elf weitere Frauen Anschuldigungen gegen den Opernstar.
Plácido Domingo, Sänger, gibt eine Pressekonferenz für die Aufführung "Staatsoper für alle". Nach den Vorwürfen gegen Placido...Foto: Britta Pedersen/dpa

Der mit Belästigungsvorwürfen konfrontierte spanische Opernsänger Placido Domingo wird den Europäischen Kulturpreis dieses Jahr noch nicht erhalten. „Placido Domingo und das Europäische Kulturforum haben gemeinsam entschieden, die Auszeichnung auf den 3. Oktober 2020 in Bonn zu verschieben“, teilte Annett Reeder vom Kulturforum der österreichischen Nachrichtenagentur APA mit.

Mehrere Frauen hatten Domingo zuletzt teils Jahrzehnte zurückliegende Übergriffe vorgeworfen. Im Zuge der „MeToo“-Bewegung, in der seit fast zwei Jahren Hunderte Frauen öffentlich Anschuldigungen gegen einflussreiche Männer erhoben haben, sagten in den USA die Oper in San Francisco und das Philadelphia Orchestra geplante Konzerte mit Domingo ab.

Der Sänger wies die Anschuldigungen als unzutreffend zurück. Sie hätten ihn zutiefst beunruhigt. Viele Opernsängerinnen sprachen Domingo ihr Vertrauen aus. Den Europäischen Kulturpreis 2019 erhalten werden unter anderem die Modedesignerin Vivienne Westwood, Schauspielerin Sophia Loren und der von Arnold Schwarzenegger mitinitiierte Klimagipfel R20. (dpa)

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