Museum Barberini : Steinmeier nennt Potsdamer DDR-Kunst-Schau "Meilenstein"

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eröffnete am Samstagabend die DDR-Kunst-Ausstellung "Hinter der Maske" im Potsdamer Barberini-Museum. Die Schau sei ein Meilenstein auf dem Weg der Deutschen zueinander, sagte das Staatsoberhaupt.

Publikumsmagnet: Das Museum Barberini in Potsdam beherbergt jetzt die DDR-Kunst-Schau "Hinter der Maske".
Publikumsmagnet: Das Museum Barberini in Potsdam beherbergt jetzt die DDR-Kunst-Schau "Hinter der Maske".Foto: Manfred Thomas/Tsp

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat im Potsdamer Museum Barberini am Samstag die Ausstellung „Hinter der Maske – Künstler in der DDR“ eröffnet. Sie sei ein „Meilenstein“ auf dem Weg der Deutschen in Ost und West zueinander, sagte Steinmeier. Die Verständigung über Kunst und Künstler sei ein guter Weg und vor allem spannender Weg, um zu erkennen, wie im jeweils anderen Teil des Landes gelebt, gedacht, gearbeitet und wie die Welt gesehen wurde.

Kunst in der DDR habe immer unter der besonderen Aufsicht des Staates gestanden, heißt es im Manuskript der Eröffnungsrede von Steinmeier. Aber zwischen 1949 und 1989 war "der Himmel über Deutschland nicht nur geteilt, um mit dem Bild Christa Wolfs zu sprechen", so der Bundespräsident. "Die Leinwand war für die Künstler in Ost und West oft gleich leer und gleich weiß, der kreative Prozess war auf beiden Seiten ein Ringen um den Eigensinn und die Angemessenheit des Ausdrucks."

Die Schau im Palais auf dem Alten Markt versammelt in acht Kapiteln Werke von rund 80 DDR-Künstlern, darunter Werner Tübke, Willi Sitti, Hans Grundig, Otto Manigk, darunter zehn Werke aus der dauerhaft hier untergebrachten Kunstsammlung des Milliardärs Hasso Plattner. In einer flankierenden Schau ist staatliche Repräsentationskunst zu sehen, teils von denselben Künstlern geschaffen.

Die Ausstellung versucht eine persönlichere Herangehensweise an die DDR-Kunst

Anders als frühere DDR-Kunst-Ausstellungen versucht "Hinter der Maske" aber weniger eine politische als persönlichere Herangehensweise. Die Schau stellt Fragen wie "Welches Bild hatten Maler in der DDR von sich und ihrer Rolle? Wie haben sie diese Selbstreflexion in ihrer Kunst verarbeitet?", hieß es in der Tagesspiegel-Rezension der Ausstellung.

"Hinter der Maske" ist fürs Publikum ab Sonntag um 10 Uhr geöffnet und läuft bis 4. Februar (Mi - Mo 10 - 19 Uhr, Do bis 21 Uhr). Tsp

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