Kultur : NACHRICHT

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Handke verteidigt Teilnahme

an Milosevic-Begräbnis

Der österreichische Schriftsteller Peter Handke, 63, hat seine Teilnahme an dem Begräbnis des vor dem Den Haager Kriegsverbrecher-Tribunal angeklagten Slobodan Milosevic im „Focus“ verteidigt. Er habe, schreibt er, auf den Tod des Ex-Staatschefs „nicht mit Genugtuung reagiert“. Er gestehe, „so etwas wie Kummer empfunden zu haben“. Der Autor ist überzeugt, dass das Tribunal Milosevic „hat sterben lassen“. Handke fragt, „unterlassene Hilfeleistung: Ist das nicht ein Verbrechen?“ Milosevic sei weder Diktator gewesen noch habe er „vier Kriege auf dem Balkan angezettelt“ und dürfe nicht als „Schlächter von Belgrad“ bezeichnet werden. ddp

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