Neues Buch "Herbstbunt" : Thomas Gottschalk ist nicht vom Glauben abgefallen

In seinem neuen Buch "Herbstbunt" spricht Entertainer Thomas Gottschalk über sein Verhältnis zu Gott. Geprägt hat ihn dabei sein Onkel Hans.

Thomas Gottschalk liest aus seinem neuen Buch "Herbstbunt".
Thomas Gottschalk liest aus seinem neuen Buch "Herbstbunt".Foto: dpa

In seinem aktuellen Buch „Herbstbunt“ bekennt sich der Entertainer Thomas Gottschalk zu seinem katholischen Glauben. Besonders prägend sei für ihn Onkel Hans gewesen, schreibt der 69-Jährige. Ein Priester und Freund der Familie, der sich nach dem frühen Tod von Gottschalks Vater um dessen Witwe und die drei Kinder kümmerte.

Als der Vater starb, war Thomas als ältester der Geschwister 14 Jahre. „Dass ich bis heute nicht vom Glauben abgefallen bin“, so Gottschalk, „liegt vielleicht auch daran, dass sich Onkel Hans niemals von mir verabschiedet hat, ohne mir mit dem Daumen ein Kreuz auf die Stirn zu zeichnen und zu murmeln: 'Und vergiss mir den Herrgott nicht.'“

Er habe auch nie Grund gehabt, anzunehmen, dass ihn der Herrgott vergessen habe, also habe er ihn auch nicht vergessen, schreibt der Entertainer. Er sei überzeugt, dass Onkel Hans im Himmel sei. Ein letztes Mal habe er den Onkel gesehen, als dieser im Sterben lag. „Das Kreuz, das er mir auf die Stirn zeichnete, war schon sehr zittrig, aber vom 'Herrgott', dem er bereits ganz nahe war, hat er immer noch gemurmelt.“

In seiner Lebensbilanz setzt sich Gottschalk auch mit der Wahrheit als hohem Gut auseinander und zitiert in diesem Zusammenhang die Worte Jesu: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben!“ Dagegen sei er nur ein Wurm im Erdenstaub, und „das gehört sich auch so“.

Es sei sicher die einfachere Entscheidung, sich durchs Leben zu mogeln, was er getan habe. Aber selbst der Aufrechte, so der Entertainer, finde sich am Ende des Weges vor der einen oder anderen „Lebenslüge“. Nur der Heilige bestehe jede Versuchung, „und ich bin weder einer gewesen, noch habe ich in meinem Leben einen getroffen“. (KNA)

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