NS-Raubkunst : Hans-Jürgen Papier neuer Vorsitzender der Beratungskommission

Hans-Jürgen Papier, Ex-Präsident des Bundesverfassungsgerichts, leitet Limbach-Kommission zur Schlichtung von Raubkunst-Streitfällen

Hans-Jürgen Papier.
Hans-Jürgen Papier.Foto: © epd-bild / Andreas Schoelzel

Der ehemalige Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier, seit 2016 Mitglied der Limbach-Kommission für Raubkunst-Streitfälle, übernimmt nun deren Vorsitz. Das teilte das Gremium, das präzise „Beratende Kommission im Zusammenhang mit der Rückgabe NS-verfolgungsbedingt entzogener Kulturgüter, insbesondere aus jüdischem Besitz“ heißt, am Montag in Magdeburg mit. Die ehemalige Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts, Jutta Limbach, hatte das Gremium von 2003 bis zu ihrem Tod vergangenes Jahr geführt. Wolf Tegethoff übernimmt den stellvertretenden Vorsitz. Er ist seit 1991 Direktor des Zentralinstituts für Kunstgeschichte in München und gehört der Kommission seit 2008 an. Zu seiner Wahl erklärte Papier: „Ich freue mich auf die neue, verantwortungsvolle Aufgabe. Mit Jutta Limbach hatte die Kommission eine national und international hoch geschätzte Persönlichkeit, die die Arbeit der Kommission seit deren Gründung maßgeblich prägte. Es ist mir eine große Ehre, diese Aufgabe fortzuführen, weil es sich bei der Suche nach fairen und gerechten Lösungen hinsichtlich NS-Raubkunst um eine nach wie vor ethisch und politisch hochsensible Verpflichtung handelt.“ Tsp /dpa

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