• Personalwechsel in Cottbus: Kunsthistoriker Körner wird neuer Direktor der Pückler-Stiftung

Personalwechsel in Cottbus : Kunsthistoriker Körner wird neuer Direktor der Pückler-Stiftung

Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz in Cottbus bekommen neuen Direktor.

Stefan Körner in seiner Funktion als Auktionator bei Grisebach.
Stefan Körner in seiner Funktion als Auktionator bei Grisebach.Foto: Wolfgang Kumm/dpa

Die Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz in Cottbus hat ab dem kommenden Jahr mit Kunsthistoriker Stefan Körner einen neuen Direktor. Brandenburgs Kulturministerin Martina Münch (SPD) stellte ihn am Montag in Potsdam als Nachfolger von Gert Streidt vor, der in den Ruhestand geht.

Der Park von Branitz in Cottbus ist das Alterswerk des Gartenkünstlers, Weltreisenden und Reiseschriftstellers Fürst Hermann von Pückler-Muskau (1785-1871).

Seit 2018 kümmert sich die öffentlich-rechtliche Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz um Erhalt und Pflege. Im vergangenen Jahr zählten Schloss und Park Branitz insgesamt etwa 300 000 Besucherinnen und Besucher.

Körner kündigte bei seiner Vorstellung in Potsdam an, er wolle den Branitzer Park in die Bewerbung von Cottbus für die Bundesgartenschau 2033 einbeziehen.

Sanierung des Branitzer Schlosses als größte Aufgabe

Höhepunkt im kommenden Jahr werde die Eröffnung des Kavalierhauses im Branitzer Park nach Abschluss der Sanierung, sagte er weiter. Auch am Kulturland-Brandenburg-Jahr zum Ende des Zweiten Weltkriegs vor 75 Jahren werde sich die Stiftung beteiligen

Große Zukunftsaufgabe sei der Umgang mit dem Klimawandel, betonte Körner. Die Herausforderungen müssten gemeinsam mit Universitäten, Forschung und anderen Denkmalträgern bewältigt werden. Betroffen seien alle mitteleuropäischen Gärten.

Die größte „Baustelle“, die er seinem Nachfolger übergebe, sei die erforderliche Sanierung des Branitzer Schlosses, sagte Stiftungsdirektor Gert Streidt, der zum Jahresende in den Ruhestand geht. Die Fassade sei zuletzt in der DDR saniert worden. Für die Arbeiten würden rund 3,5 Millionen Euro benötigt, die Hälfte davon müsse das Land beisteuern.

Körner ist Auktionator bei Grisebach

Körner wurde 1978 in Potsdam geboren und studierte unter anderem Kunstgeschichte und Publizistik. Von 2004 bis 2009 war er leitender Kustos der Sammlungen der Fürsten Esterházy bei der Esterházy Privatstiftung. Seit 2012 ist er Leiter der Sparte „Orangerie- Ausgewählte Objekte“ und Auktionator des Kunst-Auktionshauses Grisebach GmbH in Berlin. dpa/epd

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