Gegen den Rechtsruck in Ungarn - zur Person András Schiff

Seite 4 von 4
Rechtsruck in Ungarn : "Europa muss endlich Druck machen"

András Schiff diskutiert am Sonntag, den 15. Januar, in der Berliner Schaubühne gemeinsam mit der Philosophin Ágnes Heller, dem Publizisten Ivan Nagel und dem österreichischen Osteuropa-Experten Paul Lendvai über sein Heimatland Ungarn. Die Veranstaltung „Streitraum: Anti semitismus in Ungarn – was tun?“ beginnt um 12 Uhr, es moderiert die Journalistin und Schriftstellerin Carolin Emcke.

Der 1953 in Budapest geborene Musiker lebt heute in Florenz. Schiffs Interpretationen von Mozart, Beethoven, Bach und Schubert werden für ihre intellektuelle Schärfe und hohe Sensibilität gerühmt. Auf CD liegen von ihm sämtliche Mozart-Sonaten und -Klavierkonzerte vor, außerdem alle Beethoven-Sonaten und die großen Bach-Solo- Werke. 2011 erschien seine preisgekrönte Schumann-CD „Geistervariationen“ (alle bei ECM). Bei den Berliner Philharmonikern war Schiff mehrfach „pianist in residence“. Außerdem gilt er als leidenschaftlicher Kammermusiker, er ist Gründer und Dirigent des Kammerorchesters Cappella Andrea Barca, leitete zehn Jahre lang das Mondsee-Festival bei Salzburg und rief mit Heinz Holliger 1995 die Ittinger Pfingstkonzerte ins Leben.

Im Januar 2011 verfasste er mit anderen Künstlern eine Resolution gegen die Orban-Regierung; seitdem engagiert er sich unermüdlich gegen den Rechtsruck in Ungarn.

Mehr lesen? Jetzt E-Paper gratis testen!

35 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben