"Wir haben noch Potenzial."

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Markus Beckedahl : „Es ist nicht mehr klein und gemütlich“

Was passiert mit dem Gewinn?

Der wird fifty-fifty aufgeteilt zwischen Newthinking, meiner Agentur, und Spreeblick, dem Blog von Johnny Haeusler.

Seid ihr inzwischen eine eigene Gesellschaft?

Ja, dieses Jahr haben wir eine GmbH gegründet, weil klar war: Wenn das schief geht, sind wir pleite.

Was die Organisation angeht, seid ihr professioneller geworden?

Die erste Re:publica war 10 Tage nach Ostern. Am Osterwochenende saßen wir da und haben mit copy und paste Kontodaten in unser Onlinebanking-System eingeklebt, damit wir die Eintrittsgelder abbuchen konnte. Jetzt haben wir ein Team, in dem in den letzten Wochen 30-40 Leute Vollzeit geackert haben. Da konnten wir uns als Veranstalter etwas zurückziehen, es ist angenehm, dass wir uns darauf verlassen konnten, dass Detailfragen von anderen geklärt werden.

Wenn nächstes Jahr noch mal mehr Leute Karten kaufen wollen, würdet ihr weiter wachsen?

Wir denken noch nicht darüber nach, wie die Re:publica mit 8000 Leuten wäre. Wir haben aber noch Potenzial. Aber wer weiß, vielleicht interessiert das in drei Jahren niemanden mehr.

Habt ihr thematisch eine Idee davon, wo es hingehen soll?

Wir versuchen jedes Jahr ein Stimmungsbild zu finden, was relevante Themen sind.

Was sind dieses Jahr wichtige Themen?

Es gibt Nischenthemen, „Quantify yourself“ etwa, also wenn Leute zum Beispiel eine Pulsuhr tragen, die ständig Daten in ein soziales Netz überträgt. Davon bin ich nicht so ein Fan, wegen der Privatssphäre, aber damit experimentieren gerade viele, das könnte ein Trend werden. Auch die „Maker-Culture“, die Szene derer, die Dinge wieder selbst herstellen wollen. Wir haben hier auf der Konferenz ein paar selbst gebaute 3-D-Drucker, das erinnert mich an den allerersten Heimcomputer, den mein Vater sich Anfang der 80er zusammengelötet hat. Vielleicht werden 3-D-Drucker sich ähnlich rasant entwickeln.

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