Russischer Regisseur : Theaterchef und Filmemacher Mark Sacharow gestorben

Mark Sacharow drehte Filme wie "Zwölf Stühle" und leitete das Moskauer Lenkom-Theater. Nun ist er mit 85 Jahren gestprben.

Mark Sacharow, langjähriger Leiter des Moskauer Lenkom Theaters, starb mit 85 Jahren.
Mark Sacharow, langjähriger Leiter des Moskauer Lenkom Theaters, starb mit 85 Jahren.Foto: imago/ITAR-TASS
Der russische Regisseur Mark Sacharow ist tot. Er sei im Alter von 85 Jahren nach lange Krankheit gestorben, teilte das Lenkom-Theater in Moskau der Agentur Interfax zufolge mit. Er war seit 1973 der künstlerische Leiter des Hauses, bis zuletzt, und brachte in vier Jahrzehnten mehr als 40 eigene Inszenierungen auf die Bühne, heißt es in der Mitteilung.
Sacharow, der sich auch in Deutschland einen Namen gemacht hatte, führte darüber hinaus bei zahlreichen Filmen Regie,  etwa bei „Zwölf Stühle“ von 1976 und „Genau jener Münchhausen“ von 1979. Sie seien Klassiker des sowjetischen Kinos, würdigte das Theater. Außerdem drehte er demnach mehr als 20 Fernsehsendungen.
Er erhielt für sein Wirken viele Auszeichnungen. 2018 bekam er den Titel „Held der Arbeit“ verliehen.
Was seine politische Haltung betrifft, hatte es zuletzt widersprüchliche Meldungen gegeben. Sacharows Name soll auf einer Petition gegen die Annexion der Krim aufgetaucht sein, der Regisseur sagte jedoch, er habe nicht unterschrieben. Er sei zwar dagegen, dass russische Soldaten in der Ukraine aufmarschieren, da dies ihn an den Beginn des Afghanistan-Konflik erinnere, aber er könne sich Russland ohne die Krim nicht vorstellen. Hätte man ihn gefragt, ob er ein Pro-Annexion-Statement unterzeichnen würde, hätte er dies getan.  (dpa/Tsp)
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