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Sänger und Trompeter : Südafrikanische Jazzlegende Hugh Masekela ist tot

Er gilt als einer der Begründer des südafrikanischen Jazz und lieferte mit seinem Song "Soweto Blues" die Hymne zur Anti-Apartheid-Bewegung. Nun ist Hugh Masekela im Alter von 78 Jahren gestorben.

Der südafrikanische Jazzmusiker Hugh Masakela bei einem Konzert in Kenia 2016.
Der südafrikanische Jazzmusiker Hugh Masakela bei einem Konzert in Kenia 2016.Foto: Daniel Irungu

Die südafrikanische Jazzlegende Hugh Masekela ist tot. Der Trompeter und Sänger starb im Alter von 78 Jahren in Johannesburg an den Folgen von Prostatakrebs, wie seine Familie am Dienstag mitteilte "nach einem langen und mutigen Kampf". Masekela war einer der bekanntesten Musiker Afrikas. Er gilt als Begründer des südafrikanischen Jazz.

„Meine größte Obsession ist es, den Afrikanern und der Welt zu zeigen, wer die Menschen Afrikas wirklich sind“, sagte er einst. Masekela veröffentlichte über 40 Alben. Dazu hat er mit vielen Musikern kooperiert, etwa mit Harry Belafonte, Fela Kuti, Paul Simon, Stevie Wonder und Bono. Auch mit Miriam Makeba, mit der er von 1964 bis 1966 verheiratet war, arbeitete er zusammen. Er gewann zwei Grammys und viele weitere Auszeichnungen.
Zu seinen berühmtesten Songs gehörten „Stimela“ (Coal Train) aus den 1970er-Jahren sowie später das Lied „Bring back Nelson Mandela“, das zu einer Hymne für die Forderung der Befreiung des Anti-Apartheidkämpfers Mandela wurde. Auch sein Song "Soweto Blues" wurde zu einer Hymne der Anti-Apartheid-Bewegung.

Südafrikas Präsident Jacob Zuma erklärte, Masekela habe im Exil „die Flamme der Freiheit am Leben gehalten und Apartheid weltweit mit seiner Musik bekämpft“. Sein Beitrag zum Befreiungskampf werde nie vergessen werden, so Zuma.

Drei Jahrzehnte lebt er im Exil

Bereits 1960, im Alter von 21 Jahren, floh Masekela aus dem Apartheidstaat. Er blieb drei Jahrzehnte im Exil, unter anderem in New York, wo er 1963 sein Debütalbum veröffentlichte, „Trumpet Africaine“ (Afrikanische Trompete). Einige Jahre später zog er weiter nach Los Angeles.

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Erst 1990, als der Apartheidstaat zu zerfallen begann, kehrte er in die Heimat zurück. Später spielte Masekela zum Beispiel bei der Eröffnungsfeier der Fußball-WM in Südafrika. Selbst mit 77 trat er noch auf Konzerten auf und begeisterte seine Fans. (mit dpa)

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