
© AFP/Thibaud Moritz/Archiv
Satte Erhöhung um 45 Prozent: Pariser Louvre hebt Eintrittspreise für Nicht-Europäer deutlich an
Die Preiserhöhung gilt für Gäste aus Ländern außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums – sie wird vor allem US-Bürger treffen. Das Geld soll in die Renovierung des Louvre fließen.
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Ab 2026 wird der Besuch im Louvre in Paris für Nicht-Europäer spürbar teurer. Statt 22 Euro zahlen Touristen von außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) künftig 32 Euro. Das entspricht einer Erhöhung um 45 Prozent.
Die Maßnahme tritt am 14. Januar 2026 in Kraft, wie das Museum am Donnerstag mitteilte. Durch die Erhöhung der Ticketpreise erhofft sich das Museum eigenen Angaben zufolge zusätzliche Einnahmen in Höhe von 15 bis 20 Millionen Euro pro Jahr. Bereits im Januar 2024 war der Eintrittspreis für alle Besucher von 17 auf 22 Euro angehoben worden.
Mit dem Verdienst aus der neuerlichen Preiserhöhung sollen „strukturelle Probleme“ des Museums angegangen werden, hieß es. Dazu gehören dringend nötige Modernisierungen und Sicherheitsmaßnahmen, die nach dem spektakulären Einbruch im Oktober noch dringlicher geworden seien.
Der Kronjuwelen-Diebstahl am 19. Oktober habe eine „unzureichende Ausstattung der Sicherheitssysteme“ aufgezeigt, hieß es in einem kürzlich veröffentlichten Bericht des Rechnungshofs. Bei dem Einbruch wurden Kronjuwelen und Schmuck im Wert von 88 Millionen Euro gestohlen.
Besonders betroffen von der Preiserhöhung dürften US-Bürger sein: Sie machen die größte Gruppe der ausländischen Besucher des Louvre aus. Auch chinesische Bürger, auf Platz drei der ausländischen Besucher, müssen zukünftig mehr Eintritt zahlen.
Einer offiziellen Bilanz des Louvre zufolge besuchten im vergangenen Jahr etwa 8,7 Millionen Menschen das Museum, darunter 69 Prozent aus dem Ausland.
Auch andere französische Kulturstätten wie das Schloss Versailles planen Preiserhöhungen für Besucher von außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums. Dieser umfasst derzeit 30 Länder, darunter die 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union sowie Island, Liechtenstein und Norwegen. (dpa, AFP)
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