Schauspieler und Politiker : Herbert Fux ist tot

Der österreichische Schauspieler Herbert Fux ist kurz vor seinem 80. Geburtstag in Salzburg gestorben. Er spielte in über 170 Produktionen mit, unter anderem in der Fernsehserie "Der Alte". Daneben war Fux lange politisch aktiv.

Salzburg - Der Bühnen- und Fernsehdarsteller starb schon am Dienstag nach schwerer Krankheit. Das berichtete die Nachrichtenagentur Apa und berief sich auf den Anwalt der Familie. Er engagierte sich in den 1980er-Jahren auch politisch: Fux gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Vereinten Grünen Österreichs und wurde für sie 1986 in den Nationalrat gewählt. Am 25. März wäre er 80 Jahre alt geworden. Der hagere, drahtig wirkende Darsteller mit den dunklen, tief liegenden Augen und der markanten Nase wurde 1927 in Hallein geboren und wuchs in Salzburg auf.

Dort besuchte er die Schauspielschule Mozarteum und spielte zunächst an Theatern in Salzburg, Vorarlberg und Wien. Einen kräftigen Karriereschub brachte ihm ein Wechsel ins Filmgeschäft: Bereits für eine seiner ersten Rollen in dem Film "Wilder Reiter GmbH" erhielt er 1967 den Bundesfilmpreis. In der Folge wurde er als schillernde, manchmal zwielichtige Clown-Figur oder als Weiberheld für zahlreiche Serien engagiert. In Krimis mimte er jedoch oft den Bösen.

Bekanntes Gesicht auf dem Fernsehschirm

Fux wirkte in mehr als 170 Filmproduktionen mit, darunter in den 1960er-Jahren "Die schwarze Kobra" und "Wenn die tollen Tanten kommen", später "Jack the Ripper - Der Dirnenmörder von London" (1977), "Zwei Däninnen in Lederhosen", "Woyzeck" und "Plem, Plem - Die Schule brennt". Fernsehrollen übernahm er in den ARD-Serien "Dem Täter auf der Spur" oder "Polizei-Inspektion 1", in ZDF-Krimis wie "Der Kommissar" oder "Der Alte" sowie in Spielfilmen wie dem Dreiteiler "Das Messer" oder "Der Waldbauernbub". Zuletzt spielte er im Kinofilm "Silentium" des österreichischen Regisseurs Wolfgang Murnberger.

Politisch engagierte sich Fux ab 1974 an seinem Wohnort Salzburg, wo er eine Initiative zur Rettung der historischen Altstadt ins Leben rief und als Stadtrat gegen Korruption und Parteienfilz ankämpfte. Auf Bundesebene zog er in den 1980er-Jahren als Gründungsmitglied der "Vereinten Grünen Österreichs" in das Parlament in Wien ein, gab sein Mandat aber später ab - um sich wieder stärker seinem Schauspielerberuf zu widmen. (tso/dpa)

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