Seit zwei Monaten im Hungerstreik : Petition für die Freilassung von Oleg Senzow

Hungerstreik während der Fußball-WM: 200 Filmemacher erinnern per Petition an den in Russland inhaftierten Regisseur Senzow.

Der inhaftierte urkainische Filmemacher Oleg Senzow.
Der inhaftierte urkainische Filmemacher Oleg Senzow.Foto: dpa

In Russland geht die Fußball-WM ins Finale, während sich der ukrainische Filmemacher Oleg Senzow seit inzwischen fast zwei Monaten und von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt im Hungerstreik befindet.

Jetzt haben über 200 international renommierte Regisseurinnen und Regisseure – darunter George Clooney, Mia Hansen-Løve, Aki Kaurismäki, Claire Denis, Christian Petzold, Béla Tarr, Margarethe von Trotta, Michael Mann, Lynne Ramsay und Hans Weingartner – eine Petition veröffentlicht, in der sie an das Schicksal des 41-jährigen Vaters von zwei Kindern erinnern. Senzow war 2015 wegen „Terrorismus“ zu 20 Jahren Zwangsarbeit verurteilt worden.

„Wenn die europäische und die internationale Gemeinschaft nichts weiter unternehmen, dann stirbt Oleg Senzow. Man hat ihm sein Land gestohlen, ihn seiner Staatsbürgerschaft beraubt“, schreiben die Autoren der Petition.

„Sein Tod wäre ein schrecklicher Verlust für die Menschheit und ein erneuter schlimmer Rückschlag für Europa.“ Senzow nahm 2013 als Aktivist an der Euromaidan-Bewegung teil, er fordert unter anderem die Freilassung von 64 ukrainischen Gefangenen aus russischen Gefängnissen. (Tsp)

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