Sexismus-Vorwurf : Trumps ärgern sich über Performance mit staubsaugender Ivanka

„Sexistische Attacke“: Die Trump-Familie hat sich kritisch zu einer Performance geäußert, die Präsidententochter Ivanka staubsaugend zeigt.

Die Kunstausstellung "Ivanka Vacuuming 2019", von Jennifer Rubell, ist in der Flashpoint Gallery in Washington bis zum 17. Februar 2019 zu sehen.
Die Kunstausstellung "Ivanka Vacuuming 2019", von Jennifer Rubell, ist in der Flashpoint Gallery in Washington bis zum 17. Februar...Foto: Sait Serkan Gurbuz/FR171401 AP/dpa

Eine staubsaugende Ivanka-Doppelgängerin in einer Washingtoner Ausstellung hat bei der Familie von US-Präsident Donald Trump Empörung ausgelöst. Zu einem Medienbericht über die Performance „Ivanka Vacuuming“ in der Flashpoint Gallery twitterte Präsidententochter Ivanka Trump am Dienstag: „Frauen können wählen, ob sie sich gegenseitig zerlegen oder gegenseitig aufbauen. Ich wähle Letzteres.“ Donald Trump Junior sprach in einem Tweet von einer „sexistischen Attacke“ gegen seine Schwester. Für „selbsterklärte Feministinnen“ sei Sexismus offenbar in Ordnung, wenn er den politischen Feind verletze, twitterte der älteste Präsidentensohn.

Im Lebendwerk der Künstlerin Jennifer Rubell saugt eine Frau, die mit blondem Wellenhaar, rosa Kleid und Stilettos aussieht wie Ivanka Trump, unablässig einen pinken Teppich. Besucher der Ausstellung können ihr Krümel von einem Brotkrumen-Berg hinwerfen. Die Interaktion sei „genüsslich“ für den Betrachter und erzeuge ein Gefühl von Macht, heißt es in einer Erklärung der Künstlerin. Gleichsam sauge „Ivanka“ aber auch ohne Krümel auf dem Boden stoisch weiter.

Das Werk sei inspiriert von einer Figur, deren Auftreten mit „Tochter, Frau, Mutter, Schwester, Model, berufstätiger Frau, Blondine“ eine „schon fast ulkig breite Palette weiblicher Identitäten“ enthalte, erklärte die Kunstorganisation CulturalDC als Aussteller. Besucher sollten ihre eigene Beziehung zur Figur und eine Mitschuld an deren Rollenspiel hinterfragen. „Ivanka“ saugt noch bis zum 17. Februar in der Ausstellung. (dpa)

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