Shalosh, Mystery Lights, Ezra Collective : Die Pop-Alben der Woche im Soundcheck

Jeden Freitag ab 21 Uhr stellen vier PopkritikerInnen auf Radio Eins die Alben der Woche vor. Diesmal mit Shalosh, Mystery Lights, Ezra Collective und Flying Lotus.

Musik jenseits von Genregrenzen. Das israelische Trio Shalosh vereint Jazz, Pop und Klassik.
Musik jenseits von Genregrenzen. Das israelische Trio Shalosh vereint Jazz, Pop und Klassik.Foto: Zohar Ron

Shalosh: Onwards And Upwards (Act)

Diese Band rockt. Dabei ist Shalosh ein Jazz-Trio. Seit 2014 bespielen die drei Israelis jede sich bietende Bühne und funktionieren dabei viel mehr wie eine Indie-Band als es die Besetzung nahelegt. Sie beschwören Einflüsse wie Nirvana und Hip-Hop. Aber Gadi Sterns schwelgendes Piano-Spiel ist auch an deutscher Klassik geschult. Andreas Müller, Moderator

Mystery Lights: Too Much Tension (Wick Records)

Zu viel Spannung liegt in der Luft: Too much tension. Da will man weg, fliehen an einen besseren Ort. Doch die Welt ist verdorben. Also flüchtet man sich in eine andere Zeit. Diese junge Band sehnt sich nach dem Garage-Rock der Sechziger und dem guten Punk der Siebziger. Claudia Gerth, Radio eins

Ezra Collective: You Can’t Steal My Joy (Enter The Jungle Records)

In London spielt derzeit jeder mit jedem. In diesem Fall sind die Afrofunk-Truppe Kokoroko, der Rapper Loyle Carner und die R’n’B-Sängerin Jorja Smith dabei. Man feiert die Vielfalt der britischen Hauptstadt. Jazz heißt hier nicht das authentische Nachspielen von etwas Altem, sondern: Afrobeat, Hip- Hop und Soul. Richtig, es ist eine Fusion. Die Platte lebt von Rhythmus und musikalischen Meditation. Oliver Schwesig, Musikjournalist

Flying Lotus: Flamagra (Wrap Records)

Inspiriert vom Bild eines Feuers auf einem Hügel brennt Steven Ellison alias Flying Lotus auf seinem sechsten Album ein wild flackerndes Genremix- Feuerwerk ab, das aus Funk, Rap, Soul, Elektro, Jazz und sogar Klezmer besteht. Dabei helfen dem Beatbastler aus Los Angeles illustre Gäste wie Solange, George Clinton und Anderson.Paak. Nadine Lange, Tagesspiegel

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