Sowjetischer Regisseur : Hommage an Sergej Paradschanow startet im Arsenal

Retrospektive am Potsdamer Platz: Der Regisseur Sergej Paradschanow eckte mit seinen künstlerischen Filmen in der Sowjetunion an.

Paradschanows "Die Legende der Festung von Suram" von 1984
Paradschanows "Die Legende der Festung von Suram" von 1984Foto: Arsenal Kino

Er gilt als eine der faszinierendsten Figuren des Kinos des 20. Jahrhunderts: der 1990 verstorbene Regisseur und bildende Künstler Sergej Paradschanow. Vom 20. bis 30. November widmet ihm das Arsenal im Filmhaus am Potsdamer Platz nun eine Hommage. Außerdem ist ab dem 1. Dezember im Filmmuseum Potsdam eine Ausstellung mit Werken des bildenden Künstlers zu sehen.

Als Sohn armenischer Eltern 1924 in Tbilissi geboren und aufgewachsen, hat Sergej Paradschanow an der Moskauer Filmhochschule studiert und zu Sowjetzeiten in der Ukraine, in Georgien, Armenien und Aserbaidschan gearbeitet. Seine Filme sind von den Kulturen, Traditionen, Folkloren und Mythen dieser Länder durchdrungen. Sie bestechen durch komplexe Bildkompositionen und eine freie filmische Form. So viel künstlerischer Wagemut brachte Paradschanow in der Sowjetunion Ärger mit der Zensur, Gefängnisaufenthalte und ein Arbeitsverbot ein. Als es aufgehoben wurde, konnte er nur noch zwei Langfilme realisieren.

"Sajat Nova" von 1969
"Sajat Nova" von 1969Foto: Arsenal Kino

Die von Diskussionen flankierte Reihe im Arsenal umfasst zehn Filme, darunter alle acht erhaltenen Langfilme. Los geht es am 20. November um 20 Uhr mit einer restaurierten Fassung von „Sajat Nova/Die Farbe des Granatapfels“ (Einführung: Filmhistoriker Naum Kleiman). Im Zentrum stehen Lebensstationen des armenischen Dichters und Komponisten Arathin Sajadin. Mehr zum Programm: www.arsenal-berlin.de Tsp

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