Streit um das "Dau"-Projekt : Kultursenator Lederer: Berlin mischt sich nicht ein

Berlins Kultursenator Klaus Lederer will sich beim umstrittenen "Dau"-Kunstprojekt nicht einmischen. Über die Genehmigung müssten die zuständigen Behörden entscheiden.

"Wir können höchstens als Ermöglicher auftreten": Berlins Kultursenator Klaus Lederer.
"Wir können höchstens als Ermöglicher auftreten": Berlins Kultursenator Klaus Lederer.Foto: Kai-Uwe Heinrich

Das Land Berlin will sich in das Genehmigungsverfahren für das umstrittene „Dau“-Projekt nicht ein. „Es ist nicht am Senat, da in irgendeiner Weise Druck auszuüben“, sagte Kultursenator Klaus Lederer im zuständigen Ausschuss des Abgeordnetenhauses. Über die Genehmigung müssten Bezirk und Sicherheitsbehörden entscheiden, sie hätten am Schluss auch die Verantwortung. „Wir können höchstens als Ermöglicher auftreten.“

Bei dem Projekt des Filmemachers Ilya Khrzhanovsky soll von 12. Oktober bis 9. November ein Areal um das Kronprinzenpalais mit einer Betonmauer abgeriegelt werden. Über das Projekt wird in der Stadt heftig diskutiert, es gibt Ungereimtheiten beim Vorgehen der Veranstalter. Auch hat "Dau" zu einer Debatte über die Kunstfreiheit geführt, mit prominenten Befürwortern wie Lars Eidinger, Leander Haußmann und Sasha Waltz und prominenten Kritikern wie Lea Rosh, Konrad Weiß und Marianne Birthler. Lederer signalisierte erneut seine Unterstützung und sagte, unter dem künstlerischen Aspekt sei es richtig, solche Projekte zu ermöglichen.

Der neue Morgenlage-Newsletter: Jetzt gratis anmelden!