The Who, Tinashe, Jack Peñate und RIN : Die Pop-Alben der Woche im Soundcheck

Jeden Freitag ab 21 Uhr stellen vier Popkritiker/-kritikerinnen auf Radio Eins die Alben der Woche vor. Diesmal mit The Who, Tinashe, Jack Peñate und RIN.

Sänger Roger Daltrey (l) und Gitarrist Pete Townshend (r) von der britischen Rockband The Who.
Sänger Roger Daltrey (l) und Gitarrist Pete Townshend (r) von der britischen Rockband The Who.Foto: picture alliance/-/Universal Music/dpa

The Who: Who (Universal)

Seit dem Tod von Keith Moon vor 41 Jahren haben The Who lediglich drei Studioalben veröffentlicht. Sie waren alle vollkommen bedeutungslos. Daran gemessen ist „Who“ eine Sensation: Das Echo vergangener Who-Großtaten geistert durch diese Songs. Ein Mix aus immer noch periodisch aufflammender Wut über die Verhältnisse und altersgerechter Reflexion. Überraschend gut. Torsten Groß, Moderator

Tinashe: Songs for You (Tinashe Music)

2014 war Tinashe die große Hoffnung des zeitgenössischen R ’n’ B – aber es wollte nie so recht funktionieren. Auf „Songs For You“ ist eine Künstlerin zu hören, die sich mit aller Macht freispielen möchte. Und dabei einen rasanten Ritt durch die gesamte Bandbreite R-’n’-B-inspirierter Popmusik hinlegt. Aida Baghernejad, Musikjournalistin

Jack Peñate: After You (XL)

Vor gut zehn Jahren war Jack Peñate schon mal berühmt. Dann zog er sich zurück, schrieb mehr als 1000 Songs und konnte sich nicht zu Plattenaufnahmen aufraffen. Dafür brauchte es den Song „Prayer“: Das gospelinspirierte Stück gab ihm den Glauben an sich selbst zurück. Mit „After You“ präsentiert sich Peñate als gereifter, auch zweifelnder Soulman. Christina Mohr, Musikjournalistin

RIN: Nimmerland (Division/Sony)

Hip-Hop- Hauptstadt Hamburg? Längst verstaubte Musikgeschichte. Heute begeistern Beats und Bühnendichtung aus Bietigheim-Bissingen in Baden-Württemberg die Brudis und Babys der Bundesrepublik. RIN ist längst Sprachrohr der Generation Autotune, für die er stellvertretend auf „Nimmerland“ in (vermeintlich?) inhaltsarmen Zeilen von der juvenilen Sehnsucht nach Glamour berichtet. Hannes Soltau, Tagesspiegel

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