Tod einer Country-Legende : Kenny Rogers stirbt mit 81 Jahren

Der Country-Sänger war ein Star mit sozialem Gewissen, er brachte die als konservativ verrufene Musik ins Radio. Seinen größten Hit hatte er mit Dolly Parton.

2013 erhielt Kenny Rogers den Willie Nelson Lifetime Achievement.
2013 erhielt Kenny Rogers den Willie Nelson Lifetime Achievement.Foto: Eric Henderson/Reuters

Mit mehr als 120 Millionen verkauften Alben gehört Kenny Rogers zu den erfolgreichsten US-Popmusikern. Mit Welthits wie „Ruby, Don't Take Your Love to Town“ oder „Islands In The Stream“ eroberte er seit den späten Sechzigern auch das Mainstreamradio. Am Freitag ist der dreifache Grammy-Gewinner im Kreis seiner Familie im Alter von 81 Jahren gestorben.

Im Oktober 2017 hatte sich Rogers mit einem Konzert an der Seite von Kollegen wie Dolly Parton und Lionel Richie vom Geschäft verabschiedet. „Ich habe alles erreicht, was ich je erreichen wollte“, erzählte er damals dem „Rolling Stone“, „es gibt nichts mehr, wonach ich streben könnte.“ Seine Karriere begann der 1938 im texanischen Houston als viertes von acht Kindern geborene Rogers 1957 unter dem Namen Kenneth Rogers, 2013 wurde er schließlich in die „Country Music Hall of Fame“ aufgenommen.

Country-Legende Rogers öffnete das konservative Genre, er spielte Jazz, Rock, Pop und Folk. Seine kommerziell erfolgreiche Musikmixtur beschreibt er einmal als „gut gemachte, eingängige Lieder mit Country-Flair“. Anders als viele seiner Kollegen beschwor der Sänger in seinen Songs aber nicht ausschließlich die konservative heile Welt, sondern nahm sich auch heikle Themen vor: Rassismus („Reuben James“), Vergewaltigung („Coward Of The County“) oder das Leid der Kriegsveteranen („Ruby Don't Take Your Love To Town“).

Nebenbei schrieb er Bücher, arbeitete als Schauspieler, Fotograf - und spielte sogar mal professionell Tennis. In den sozialen Netzwerken verabschiedeten sich am Samstag viele Künstlerinnen und Künstler von der Ikone. Die Country-Sängerin LeAnn Rimes schrieb: „Du bist und wirst immer eine echte Legende sein“. dpa

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