Trump und die Popmusik : Keine Aerosmith-Songs für Trump: Steven Tyler beschwert sich

Steven Tyler hatte sich schon zwei Mal beschwert, jetzt wieder. Präsident Trump ist das egal. Er spielt weiter Aerosmith-Songs bei Kundgebungen.

Der Musiker und Aerosmith-Frontmann, hier als Gast der RTL-Talkshow "Mensch Gottschalk".
Der Musiker und Aerosmith-Frontmann, hier als Gast der RTL-Talkshow "Mensch Gottschalk".Foto: dpa/Jörg Carstensen


Aerosmith-Frontmann Steven Tyler hat US-Präsident Trump erneut aufgefordert, die Songs seiner Band nicht bei politischen Auftritten zu spielen. Dies erwecke den falschen Eindruck, der Sänger unterstütze Trump, heißt es in einem Unterlassungsbrief von Tylers Anwältin. Zuvor waren im Internet Aufnahmen von einer Kundgebung Trumps in West Virginias Hauptstadt Charleston veröffentlicht worden, bei der „Livin’ on the Edge“ gespielt wurde. Bereits 2015 hatte sich Tyler gleich zwei Mal darüber beschwert, dass Trump seine Musik bei Wahlkampfauftritten verwendete, speziell den Song „Dream On“.

Dass der Präsident sich wiederholt über das Urheberrecht hinwegsetze, mache die Sache „noch ungeheuerlicher“, heißt es im jetzigen Schreiben. Auf Twitter schrieb der 70-jährige Sänger, sein Unmut habe nichts mit seiner persönlichen politischen Gesinnung zu tun. „Bereits vor dem Amtsantritt der derzeitigen Führung habe ich dafür gekämpft, Urheberrechte und Songwriter zu beschützen“.

In Berlin war Aerosmith zuletzt 2017 in der Waldbühne aufgetreten. Nach seinem Amtsantritt im Januar 2017 hatten amerikanische Popmusiker mit etlichen Songs gegen den neuen Präsidenten protestiert. dpa/Tsp

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