Turbostaat, Halsey, Algiers : Die Pop-Alben der Woche im Soundcheck

Jeden Freitag ab 21 Uhr stellen vier Popkritiker/-innen auf Radio Eins die Alben der Woche vor. Diesmal mit Turbostaat, Halsey, Algiers und Bombay Bicycle Club.

Eine Insel mit fünf Typen. Turbostaat.
Eine Insel mit fünf Typen. Turbostaat.Foto: Andreas Hornoff

Turbostaat: Uthlande (PIAS)

Uthlande sind nordfriesländische Inseln. Mit dem Begriff lassen sich aber auch gesellschaftliche Diskurse symbolisieren, deren Kernproblem zu oft ein Mangel an Solidarität ist. Auch Turbostaat selbst sind eine Insel: Die Band hat sich einen Mikrokosmos geschaffen, wesentliche Änderungen an der bewährten Rezeptur werden nicht vorgenommen. Torsten Groß, Moderator

Halsey: Manic

(Universal) In Zeiten von Billie Eilishs futuristischer Flüstermusik klingt „Manic“ mit seinen fast klassisch angelegten, weitestgehend EDM-freien Popsongs mit zeitgeistiger Staffage und seinen renitenten Weltschmerzballaden nicht unbedingt nach Future Pop – ihrer rauen Stimme sei Dank aber doch ziemlich eigen. Julia Lorenz, Musikjournalistin

Algiers: There Is No Year (Beggars)

Ein Album voller Dringlichkeit und mit multiplen Zungen und Soundentwürfen – ein aufwühlender Hybrid aus Industrial, Soul und Rock. Mal konfrontieren sie uns hart, mal spenden sie Zuversicht, doch zumeist klagt Sänger Franklin James Fischer die Irrwege der Zivilisationsgeschichte an. Thomas Venker, Kaput-Magazin

Bombay Bicycle Club: Everything Else Has Gone Wrong (Caroline)

Die vier Londoner sind wandelnde Untote auf dem Indie-Rock-Friedhof. 2015 waren sie auf ihrem Höhepunkt von sich selbst gelangweilt und verkauften die Instrumente. Nun schütteln sie die Totenstarre ab und drängen mit eingängiger Positivität zurück auf die Tanzflächen der Studentenpartys dieser Welt. Hannes Soltau, Tagesspiegel

Jetzt neu: Wir schenken Ihnen 4 Wochen Tagesspiegel Plus!