Kultur : Ulrich Matthes erhält Berliner Theaterpreis

-

Der Schauspieler Ulrich Matthes, seit 2004 Ensemblemitglied im Deutschen Theater, wird mit dem Theaterpreis Berlin ausgezeichnet. Der zum 20. Mal vergebene Preis ist mit 20 000 Euro dotiert und wird während des Theatertreffens (5. bis 20. Mai) übergeben. Die Preisjury der Stiftung Preußische Seehandlung – Kritikerin Christine Dössel, Schaubühnen-Direktor Jürgen Schitthelm und der Leipziger Intendant Wolfgang Engel – schreibt in ihrer Begründung: „Ulrich Matthes ist ein ernster und ernst zu nehmender Schauspieler. Einer, der denkend an Texte herangeht, konzentriert und sprachlich versiert – mit dem einen Ziel: einem ans Herz zu gehen. Ob auf der Bühne, im Film oder als Rezitator: Es geht ihm immer um Wahrhaftigkeit. Matthes versteht es, seine Figuren bis ins Innerste zu durchdringen, ohne sie je einem schnellen Urteil auszuliefern. Sich selbst nimmt er dabei stets zurück. So lodernd und intensiv sein Spiel ist, bleibt Matthes doch der Understatement-Künstler, der mit minimalem Aufwand maximale Wirkung erzielt, und sei es mit einem brennenden Blick aus abgrundtiefen Augen.“ Matthes stehe vorbildlich für jene Qualitätsform, „ohne die das deutschsprachige Theater sehr viel ärmer dran wäre: das Ensembletheater“.

Im Deutschen Theater ist Ulrich Matthes, der 2005 mit dem Gertrud-EysoldtRing ausgezeichnet wurde, als George in Edward Albees „Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“ neben Corinna Harfouch auf der Bühne zu sehen, außerdem in „Minna von Barnhelm“ und „Der Kaufmann von Venedig“. Im Kino spielte er zuletzt Joseph Goebbels in „Der Untergang“ und einen im KZ inhaftierten Pfarrer in Volker Schlöndorffs „Der neunte Tag“. Tsp

0 Kommentare

Neuester Kommentar