• Werner Herzog porträtiert Gorbatschow: Gorbatschow-Porträt von Werner Herzog eröffnet DOK Leipzig

Werner Herzog porträtiert Gorbatschow : Gorbatschow-Porträt von Werner Herzog eröffnet DOK Leipzig

Im Gespräch mit Michail Gorbatschow: Werner Herzog dreht seinen ersten politisch-historischen Film

Ein weltreisender Bayer in den USA. Werner Herzog.
Ein weltreisender Bayer in den USA. Werner Herzog.

Das diesjährige Dokumentarfilmfestival DOK Leipzig wird am 29. Oktober mit dem filmischen Porträt „Meeting Gorbachev“ von Werner Herzog und André Singer eröffnet. Der Film zeigt den deutschen Regisseur im Gespräch mit dem letzten Machthaber der Sowjetunion, Michail Gorbatschow, ergänzt um Archivmaterial aus dessen Zeit als Präsident. Der von dem amerikanischen Kabelsender History produzierte Film entstand in Zusammenarbeit mit Arte und dem MDR und feiert in Leipzig Europapremiere. Programmmacher Ralph Eue erklärte, ein passenderer Eröffnungsfilm hätte sich nicht finden lassen. „Er verleiht unserem diesjährigen Festivalmotto 'Fordert das Unmögliche!' einen geradezu globalen Echoraum und ist eine ebenso differenzierte wie inspirierende Betrachtung des postsowjetischen Zeitalters, sprich der kaum vergangenen Geschichte“, sagte er. Das Dokumentarfilmfestival dauert bis zum 4. November.

"Meeting Gorbachev" gehört zu einem auf 100 Filme angelegten Großprojekt namens "History 100", für das Herzog und die Dokumentarfilmerin Barbara Kopple ("Harlan County, USA”) verpflichtet wurden. Kopple beschäftigt sich in ihrer ersten History-Arbeit "Desert One" mit der missglückten Operation Eagle Claw (Unternehmen Adlerklaue). Die US-amerikanische Militäroperation erfolgte am 24. April 1980 und sollte 53 in der Teheraner US-Botschaft festgehaltenen Geiseln die Freiheit bringen. Mit ihrer Hilfe wollten Anhänger des Ajatollah Khomeini die Auslieferung des gestürzten Schahs Reza Pahlavi aus den USA an den Iran erzwingen.

Für Werner Herzog ist "Meeting Gorbachev" die erste ausdrücklich politische Arbeit. Der Regisseur, der sowohl mit Spielfilmen wie "Fitzcarraldo" als auch Dokumentationen wie "Grizzly Man" Filmgeschichte schrieb, hatte zuletzt mit dem verunglückten Spielfilm "Salt and Fire" auf sich aufmerksam gemacht. Für Netflix drehte er überdies die Vulkan-Dokumenation "In den Tiefen des Infernos". Tsp

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