• XXXTentacion, Jenny Wilson, Jack White, Michael Wollny: Die Pop-Alben der Woche im Soundcheck

XXXTentacion, Jenny Wilson, Jack White, Michael Wollny : Die Pop-Alben der Woche im Soundcheck

Jeden Freitag ab 21 Uhr stellen vier Popkritiker/-innen auf Radio Eins die Alben der Woche vor. Diesmal mit XXXTentacion, Jenny Wilson, Jack White und dem Michael Wollny Trio.

Mut zur Tücke. Der Musiker Jack White
Mut zur Tücke. Der Musiker Jack WhiteFoto: David James Swanson

Jack White: Boarding House Reach (XL Recordings)

Nach einem schlaffen Auftakt räumt Jack White das Korsett des Songschreibens aus dem Weg. Er arbeitet mit einem altem Vier-Spurgerät und Pro-Tools-Software, versammelt in mehreren Studios Musiker aus Hip-Hop, Jazz und Gospel. Nicht alles ist gelungen, vieles klingt desperat. Immerhin: Mut zur Lücke und zur Tücke! Steen Lorenzen, Radio eins

XXXTentacion: ? (Bad Vibes Forever)

Jahseh Dwayne Onfroy aus Florida hat mit 19 Jahren fast alles hinter sich: Gewalt, Knast, Irrsinn, Burnout. Als XXXTentacion gilt der junge Mann mit der süßen Stimme als großes neues Ding, aber auch weiterer Verderber der Jugend. Die Atmosphäre auf dieser Song-Sammlung ist düster und deprimiert. Der Sänger ist traurig und hört Stimmen. Andreas Müller, Moderator

Jenny Wilson: Exorcism (Gold Medal)

Der Vorbote zu Jenny Wilsons neuem Album war der genial verstörende Song „Rapin*“, in dem sie ihre Vergewaltigung thematisiert. In den neun Songs des Albums geht man mit ihr durch die Hölle des Erlebten. Die Schwedin hat diese Hölle allein am Synthesizer mutig und superb vertont. Elissa Hiersemann, Radio eins

Michael Wollny Trio: Wartburg & Oslo (Act)

In kurzer Folge hat Michael Wollny zwei Alben eingespielt, die das Komplizierte sehr einfach aussehen lassen. In einem Osloer Studio verfolgte er mit Eric Schaefer am Schlagzeug und Bassist Christian Weber einen Ansatz, bei dem jeder Ton bewusst gesetzt ist und sich in dramatisch ausgeleuchteten Klangräumen bewährt. Bei einem Konzert des Trios auf der Wartburg überließ es sich stärker den Eingebungen des Augenblicks. Kai Müller, Tagesspiegel

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