Mauerfall und Meinungsfreiheit : Und was meinen Sie?

30 Jahre Mauerfall sind auch 30 Jahre Meinungsfreiheit. Das feiern Tagesspiegel und die Berliner Zeitung gemeinsam - mit Ihnen.

Matthias Müller von Blumencron

Liebe Leserinnen und Leser, darin sind wir uns einig: Es gibt etwas zu feiern. Für Sie, für Berlin, für den Tagesspiegel und die Berliner Zeitung. Vor 30 Jahren fiel die Mauer, und aus der geteilten Stadt wurde wieder ein geeintes Berlin, aus dem geteilten Land ein geeintes Deutschland. Das heißt nicht, dass sich hier alle einig sind. Und das ist gut so.

Denn in unserer Stadt und unserem Land gibt es eine Menge Meinungen, gibt es Debatten um das, was richtig und falsch ist, gibt es Diskussionen über das, was uns weiterbringt und was nicht. Meinungsvielfalt – das ist der Treibstoff unserer Demokratie.

Ohne die in Ostdeutschland von den Menschen erkämpfte Meinungsfreiheit, die gemeinsam geteilte Freiheit der vergangenen 30 Jahre, wäre das alles nicht für alle möglich: kein öffentlicher Streit, keine Rede und keine Widerrede. Deshalb wollen wir die Meinungsfreiheit mit Ihnen feiern. Mit guten Argumenten und vielfältigen Debatten im Tagesspiegel und in der Berliner Zeitung.

In den kommenden zehn Wochen, von Ende August bis Anfang November, werden wir mit Ihnen darüber diskutieren, was wichtig ist für unser Leben in dieser Stadt, in diesem Land. Zehn Wochen – zehn Themen. Ab kommenden Montag geht es um die Frage: „Kann das Auto weg?“ Dazu schreiben zunächst der als „Autopapst“ bekannte Experte Andreas Keßler und die aus „Babylon Berlin“ bekannte Schauspielerin Liv Lisa Fries, die passioniert Fahrrad fährt. Danach kommen Experten aus dem Alltag zu Wort und dann auch Sie, liebe Leserinnen und Leser. Sie können sich beteiligen: online und in den sozialen Netzwerken, per Mail, Brief oder Userkommentar.

Wir wollen gemeinsam mit Ihnen Argumente gewichten und im Widerstreit austauschen – zu Themen wie der Zukunft unserer Ernährung, einer neuen Klimapolitik, besserer Bildung, bezahlbaren Wohnungen. Und es soll auch darum gehen, wie Deutschland noch besser zusammenwachsen kann. Sie finden die Beiträge im gedruckten Tagesspiegel, im ePaper und unter causa.tagesspiegel.de.

Jede Woche gibt es ein neues, gemeinsames Debatten-Thema, digital präsentiert und in den Zeitungen veröffentlicht. Und jeden Sonnabend präsentieren wir in beiden Titeln Ihre Meinungen, Ihre Argumente. Gemeinsam laden Jochen Arntz, der Chefredakteur der Berliner Zeitung, und wir, die Chefredakteure des Tagesspiegels, Sie dazu ein, sich einzumischen, uns Ihre Meinung zu sagen. Zusammen mit der Bundeszentrale für politische Bildung, die die Aktion partnerschaftlich unterstützt, planen wir zum Abschluss ein großes Fest der Meinungsfreiheit. In Kooperation mit der Berliner Volksbühne laden wir Sie am 7. November zu einer Veranstaltung ein, bei der wir mit Prominenten und mit Ihnen die Freiheit und die Vielfalt der Meinungen feiern.

Seien Sie dabei, diskutieren Sie mit in den kommenden zehn Wochen im Tagesspiegel und in der Berliner Zeitung. Schreiben Sie uns, was Sie denken. Sagen Sie uns, was Ihnen wichtig ist. Denn das ist ja das Wichtigste.

Herzlich, Lorenz Maroldt und Mathias Müller von Blumencron, Chefredakteure Tagesspiegel