15.04.2019 16:33 Uhr

Berufsradler

Was bedeutet es für Sie, auf dem Rad zu arbeiten? Beweglich zu sein. Ich bin privat auch viel mit dem Rad unterwegs, daher ist das genau der richtige Job für mich. Wohin und wie weit fahren Sie an einem normalen Arbeitstag? Meine Bezirke sind unter anderem die Bereiche rund um Mercedes-Benz-Arena und East-Side-Gallery, sowie Karl-Marx-Allee und Simon-Dach-Straße. Täglich fahre ich zwischen acht und 12 Kilometer. Wo fahren Sie am liebsten? Auf der Karl-Marx-Allee. Es ist grün, mir gefällt die Architektur, und es gibt schöne alte Holzbriefkästen. Hier kann man mal durchatmen. Wobei hilft Ihnen das Rad in Ihrem Beruf besonders? Die Beweglichkeit ist ganz anders als mit dem Auto. Wären Sie manchmal doch lieber mit dem Auto unterwegs? Ich habe keinen Führerschein, ein Auto ergibt für mich keinen Sinn in Berlin. Ich müsste ständig nach Parkplätzen suchen und an Baustellen vorbei - da wäre ich mehr mit dem Auto beschäftigt als mit dem Zustellen der Post. Und bei Schnee kann ich das Rad ja schieben.

Michaela Barton, Postbotin.

Foto: Sven Darmer