08.01.2015 15:14 Uhr

Reaktionen auf den Anschlag in Paris

Der Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir mahnte zur Besonnenheit. "Wir sollten den Fanatikern nicht den Gefallen tun, den Islam pauschal zum Feindbild zu erklären. Das ist deren Kalkül, damit sie leichter rekrutieren können", sagte er dem Tagesspiegel. Religiöser Fanatismus sei nie akzeptabel. Besonders tödlich sei er derzeit unter den Vorzeichen des Islam. "Die islamischen Verbände und Gemeinden sollten ihren Beitrag dazu leisten, dass Jugendliche sich nicht radikalisieren. Sie sollten dabei auch eng mit den Sicherheitsbehörden zusammenarbeiten", forderte Özdemir.. Daher sei es gut, dass muslimische Verbände das Massaker in Paris klar verurteilt hätten. Der Grünen-Chef sagte, es brauche "auf allen Seiten mehr Gesten, die zeigen, dass wir auch die Freiheit der anderen verteidigen". Muslime müssten nicht nur die jetzigen Anschläge verurteilen, sondern sich auch schützend vor jüdische Einrichtungen stellen, und umgekehrt. "Wenn wir gemeinsam die Vielfalt in unserem Land verteidigen, wäre das auch ein Signal über Deutschland hinaus", so Özdemir.

Foto: dpa

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