30.12.2015 16:59 Uhr

Kap Hoorn

In der Wulaia-Bucht zeigt ein Museum, das in einer ehemaligen Radiostation der Marine untergebracht ist, die Geschichte und Kultur der Ureinwohner Patagoniens mit einigen Artefakten. Die Yámana-Indianer und ihre Vorfahren lebten seit mindestens 7000 Jahren zwischen dem Beagle-Kanal und Kap Hoorn. Mitte des 19. Jahrhunderts, d.h. zu Beginn ihrer immer häufiger werdenden Kontakte mit den "Weißen", schätzte man ihre Bevölkerung auf etwa 3000 Personen. Fünfzig Jahre später waren es noch 190. Die Erklärungen für dieses dramatische Phänomen sind gut bekannt, und man kann sie zu einer einzigen zusammenfassen: die direkten und indirekten Folgen der Kontakte mit den Weißen. Wenn man ins Detail geht, kann man zwei Hauptgründe nennen: das Einschleppen von ansteckenden Krankheiten, gegen die die Yámana keine Antikörper besaßen, wie z.B. Masern, Tuberkulose, Lungenentzündung, Typhus oder Pocken, und der Alkohol, der tiefe Spuren nicht nur in ihrer Gesundheit, sondern gleichzeitig auch in ihrer sozialen Organisation hinterließ.

Foto: Reinhart Bünger

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