14.06.2019 16:06 Uhr

RÜCKBLENDE

HEUTE VOR 40 Jahren ist der Filmregisseur Nicholas Ray gestorben

Aus dem Nachruf im Tagesspiegel: >Er habe, so meint Wim Wenders, von Nicholas Rays Filmen viel gelernt. "Denn sie wissen nicht, was sie tun" (unser Foto, mit James Dean und Natalie Wood,), "Johnny Guitar", "Arena der Cowboys" seien nicht nur für ihn, Wenders, sondern für viele Filmemacher Meilensteine. Sie haben sich, der junge deutsche Regisseur und der große alte Amerikaner, bei den Dreharbeiten zu Wenders' Highsmith-Verfilmung "Der amerikanische Freund" kennengelernt. Am Sonntag, dem 16. Juni 1979, ist Nicholas Ray, 67 Jahre alt, in New York gestorben. 1911 als Raymond Nicholas Kienzle geboren, studierte er zunächst Architektur bei Frank Lloyd Wright, was später seiner ebenso phantasievollen wie konstruktiven Bildsprache zugute kam. Dann wandte er sich als Darsteller und Regisseur dem Theater zu, seit 1947 widmete er sich ganz dem Film. 1956 überwarf er sich mit Hollywood und filmte in Kanada und Europa ("König der Könige" und "55 Tage in Peking"), dann zog er sich für ein Jahrzehnt völlig vom Film zurück. 1973 entstand seine letzte, experimentelle Arbeit "We Can't Go Home Again". Was Nicholas Ray auszeichnete, war nicht zuletzt sein Formgefühl, sein Umgang mit der Farbe, seine lyrischen Kompositionen, aber eben auch sein Widerstand gegen den kommerziellen Kompromiss. Thematisch widmete er sich, vornehmlich in seinen frühen Arbeiten, der Verzweiflung der jungen Generation, mit deren Nöten und Sorgen er sich ehrlich auseinandersetzte.< (V.B.)

Foto: Imagoo