22.02.2018 16:43 Uhr

RÜCKBLENDE

HEUTE vor 75 Jahren protestierten Frauen in der Rosenstraße für die Freilassung ihrer jüdischen Ehemänner

Im Februar 1943 kam es in Berlin zu der sogenannten "Fabrik-Aktion", bei der die Nationalsozialisten fast 2000 Männer, Frauen und Jugendliche abholten – aus ihren Wohnungen und von ihrem Arbeitsplatz. Die „Fabrik-Aktion“ hatte zum Ziel, Berlin bis Ende März des Jahres „judenfrei“ zu machen. Die Aktion funktionierte nicht, wie die Nationalsozialisten es sich vorgestellt hatten. Tausend Menschen blockierten die Rosenstraße. Frauen mit Stullenpaketen, die drängten, zu ihren Männern und Kindern vorgelassen zu werden. Der Protest, wohl die einzige offene Auflehnung in dieser Zeit, hatte Erfolg. Die Männer kamen frei, weil die Frauen sich nicht einschüchtern ließen.
Lesen Sie hier mehr über den beispielhaften Kampf der Frauen in der Rosenstraße.

Auf dem Bild sehen Sie eine Kranzniederlegung an der Skulptur zum Gedenken an den Rosenstraßen-Protest.

Foto: imago/Uwe Steinert