18.06.2018 13:16 Uhr

Was ist eigentlich ...

WAS IST eigentlich ... eine Schuldenerleichterung? Carla Neuhaus erklärt, wie die EU Griechenland entgegenkommen könnte.

Für Griechenland beginnt der Endspurt. Im August läuft das dritte Hilfsprogramm aus, dann soll sich das überschuldete Land nach acht Jahren finanzieller Unterstützung wieder selbstständig am Kapitalmarkt refinanzieren können. Trotzdem sind noch einige Fragen offen. Denn auch wenn Griechenland ab August keine neuen Hilfskredite mehr bekommt, muss es die bereits gewährten Darlehen irgendwann zurückzahlen. Von einem Schuldenschnitt ist dabei nicht mehr die Rede: So nennt man das, wenn die Gläubiger komplett auf ihre Forderungen verzichten. Stattdessen geht es nun um Schuldenerleichterungen: zum Beispiel, indem man die Rückzahlungsfristen verlängert oder die Zinsen verringert. Ob es solche Schuldenerleichterungen für Griechenland geben soll, darüber wollen sich die Euro-Finanzminister bei ihrem Treffen diese Woche in Luxemburg einig werden. Gerade in Deutschland sind die Schuldenerleichterungen allerdings umstritten. Deshalb könnte es auch eine Option sein, Griechenland mit einem weiteren Finanzpuffer auszustatten. Man würde dem Land also einen neuen Kredit geben, damit es die bisherigen Darlehen rechtzeitig zurückzahlen kann. Möglich wäre das: Von 86 Milliarden Euro im auslaufenden Hilfsprogramm hat Griechenland bislang nur 45,9 Milliarden Euro abgerufen.                                                    

Foto: imago/McPHOTO