02.07.2018 10:11 Uhr

Was ist eigentlich ...

WAS IST eigentlich ... ein Ferienjob? Marie Rövekamp erklärt, zu welchen Bedingungen Schüler arbeiten dürfen

Mit Beginn der Sommerferien in Berlin und Brandenburg am kommenden Donnerstag werden viele Schülerinnen und Schüler ihr Taschengeld mit einem Ferienjob aufbessern. Dabei gilt: Ferienjobs müssen leichte Tätigkeiten sein wie Gartenarbeit oder Zeitungaustragen. Schwere körperliche oder gefährliche Tätigkeiten sind für Jugendliche verboten. Bis einschließlich dem 14. Lebensjahr ist arbeiten eigentlich nicht erlaubt. Wenn die Eltern aber zustimmen, dürfen Kinder ab 13 Jahre bis zu zwei, in der Landwirtschaft drei Stunden täglich zwischen 8 und 18 Uhr arbeiten. Schulpflichtige Kinder dürfen nicht länger als vier Wochen im Jahr in den Ferien jobben, denn die sind in erster Linie zur Erholung da. Weiter ist gesetzlich festgeschrieben, dass die Arbeitszeit von acht Stunden am Tag und 40 Stunden die Woche nicht überschritten werden darf, auch nicht der Arbeitszeitraum zwischen 6 bis 20 Uhr. Ausnahmen gelten für Schüler, die bereits 16 Jahre alt sind und beispielsweise in Gaststätten arbeiten. Wer viereinhalb bis sechs Stunden am Tag arbeitet, hat Anspruch auf mindestens 30 Minuten Pause. Bei mehr als sechs Stunden sind es 60 Minuten.

Ungerecht ist: Mit dem Mindestlohngesetz haben Ferienjobberinnen und Ferienjobber, die älter als 18 Jahre sind, Anspruch auf 8,84 Euro je Stunde. Das gilt auch, wenn der Ferienjob als geringfügige Beschäftigung (bis zu 450 Euro im Monat) ausgeübt wird. Für unter 18-Jährige ohne abgeschlossene Berufsausbildung gilt das Mindestlohngesetz jedoch nicht - eine gesetzliche Lücke, die von der DGB-Jugend vehement kritisiert wird. Hier sollte man die Lohnhöhe ganz genau im Blick haben, bevor der Vertrag unterzeichnet wird.

Foto: imago/Niehoff