Amazon Prime : Keine Jobs für Robert de Niro und Julianne Moore

US-Serie: Amazon stoppt ein bisher unbenanntes 160-Millionen-Projekt, indem Robert de Niro und Julianne Moore die Hauptrollen spielen sollten.

Robert de Niro is waiting
Robert de Niro is waitingFoto: AFP

Bisher ging es für den Streamingdienst Amazon Prime Video stetig bergauf, nun gerät der Online-Riese stärker unter Druck. Amazon Studios hat ein bisher unbenanntes Serien-Projekt vom Regisseur David O. Russel eingestellt. In der 160 Millionen US-Dollar teuren Dramaserie sollten Robert De Niro und Julianne Moore die Hauptrollen spielen. Dafür übernimmt Amazon die alleinige Produktion für „The Romanoffs“ vom „Mad Men“-Erfinder Matthew Weiner.

Beide Serien wurden zuvor gemeinsam mit The Weinstein Company produziert. Amazon distanziert sich damit aufgrund der Missbrauchsvorwürfe gegenüber Harvey Weinstein von dessen ehemaliger Produktionsfirma. Gegen den einflussreichen Film-Produzenten wurden Vorwürfe erhoben, Schauspielerinnen und andere Frauen sexuell belästigt oder vergewaltigt zu haben. The Weinstein Company trennte sich vom Firmengründer. Russell, de Niro und Moore erklärten in einem gemeinsamen Statement laut DWDL, dass man die Entscheidung von Amazon unterstütze und es aus Respekt vor allen Betroffenen für das Beste halte.

Amazon Studios wird derweil auch mit eigenen Skandalen konfrontiert. So hat sich der Konzern von Roy Price getrennt, zuvor Chef der Videoabteilung. Price soll die Serienproduzentin Isa Hacket sexuell belästigt haben, wie der „Hollywood Reporter“ berichtete. Hacket habe die Vorwürfe nach eigener Aussage an Amazon weitergegeben, der Suspendierung erfolgte aber erst, nachdem sie an die Öffentlichkeit gerieten.

Indes wurde ein erstmalig angesetztes großes Amazon Line up am Donnerstag in London abgesagt, wo Amazon Prime Video der europäischen Presse seine Programm-Highlights der nächsten Monate präsentieren wollte. Der Grund wird nicht angegeben, ist aber offensichtlich. Angekündigt waren Serienstars – und auch Amazon Studios-Chef Roy Price. Der kann nun nicht mehr kommen.

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