Medien : Boris Becker gewinnt gegen „FAZ“

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Der frühere Tennisprofi Boris Becker hat in einem Rechtsstreit gegen den FAZ-Verlag einen Erfolg errungen. Das Oberlandesgericht (OLG) München bejahte am Dienstag in zweiter Instanz den Anspruch Beckers auf Vergütung einer nicht autorisierten Werbung mit seinem Bild für die „FAS“. Über die Höhe der Zahlung wird noch gesondert entschieden. Das Landgericht München I hatte dem Sportler 1,2 Millionen Euro zugesprochen. Die „FAZ hatte von September 2001 an mit der Abbildung eines Testexemplars für ihre damals erst geplante Sonntagszeitung geworben. Die Titelseite zeigte ohne Beckers Einwilligung dessen Abbild zu der Schlagzeile „Der strauchelnde Liebling“. Becker klagte auf Zahlung von 2,3 Millionen Euro, das Landgericht sprach ihm gut die Hälfte zu. Der OLG-Senat geht gleichfalls davon aus, dass Becker eine fiktive Lizenzgebühr für seinen Werbewert beanspruchen könne und nicht nur eine Entschädigung. FAZ-Geschäftsführer Roland Gerschermann sagte: „Wir behalten uns vor, das Urteil vom Bundesgerichtshof überprüfen zu lassen.“ dpa

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