• Debatte um sexuelle Übergriffe: Medienbericht: Deutsche TV-Stars berichten von Belästigungen

Debatte um sexuelle Übergriffe : Medienbericht: Deutsche TV-Stars berichten von Belästigungen

In der Zeitschrift "Bunte" schildern Schauspielerinnen und Moderatorinnen sexuelle Belästigungen, darunter Uschi Glas und Birgit Schrowange.

Die Moderatorin Birgit Schrowange sagt, sie sei von einem Sendeleiter wiederholt belästigt worden.
Die Moderatorin Birgit Schrowange sagt, sie sei von einem Sendeleiter wiederholt belästigt worden.Foto: DPA

Nach den Vorwürfen gegen US-Filmproduzent Harvey Weinstein haben mehrere Frauen aus der deutschen Film- und Fernsehbranche im Magazin „Bunte“ von sexuellen Belästigungen berichtet. Schauspielerin Uschi Glass berichtete dem Blatt, ein Kollege habe einmal eine Liebesszene ausgenutzt und „mir seine Zunge in den Mund gesteckt“. Die 73-Jährige habe die Szene abgebrochen und den Kollegen zur Rede gestellt. Schauspielerin Tina Ruland („Traumschiff“) gab an, ein bekannter Produzent und einflussreicher Regisseur hätten sie verbal belästigt. „Beide haben sich über meine Brüste ausgelassen“, sagte sie.

„Er gab mir schnell zu verstehen, dass er am längeren Hebel sitzt"

Auch TV-Moderatorin Birgit Schrowange („Extra - Das Magazin“) sei früher von Vorgesetzten bedrängt worden. Sie sei von einem Sendeleiter „dermaßen bedrängt und genötigt“ worden, dass sie sich vor ihm geekelt habe. „Er gab mir schnell zu verstehen, dass er am längeren Hebel sitzt und sich von mir mehr erwartet als verbale Freundlichkeiten“, zitiert die „Bunte“ die Moderatorin. „Er fing plötzlich an, mich zu betatschen, legte seine Hand auf mein Knie, streichelte mir den Nacken, wenn er hinter mir stand.“ Ständig habe er sie abends zum Essen eingeladen und gedroht, ihre Dienste als Ansagerin zu kürzen. „Was er auch tat, als ich nicht auf sein Drängen einging“, sagte Schrowange
Die Debatte um sexuelle Übergriffe im Filmgeschäft war in den USA entbrannt, als zahlreiche Schauspielerinnen dem Filmmogul Harvey Weinstein öffentlich vorwarfen, sie belästigt zu haben. (dpa)

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