Medien : Einigung bei „Münsterscher Zeitung“

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Nach dem Austausch einer gesamten Lokalredaktion der „Münsterschen Zeitung“ ist nach Verlagsangaben mit 16 von 19 Mitarbeitern eine einvernehmliche Lösung gefunden worden. Mit drei Mitarbeitern sei der Verlag in konstruktiven Gesprächen, teilte der Geschäftsführer der Verlagsgesellschaft, Lutz Schumacher, in Münster mit. Der Betriebsrat hatte nach Angaben der Gewerkschaft ver.di die Verhandlungen über einen Sozialplan für gescheitert erklärt. Der Verlag betonte dagegen, er sei bereit, trotz der Einzelgespräche nach Ostern weiter über einen freiwilligen Sozialplan zu verhandeln.

Das Verlagshaus hatte Ende Januar die redaktionelle Arbeit am Münster-Teil der Zeitung einer neuen Tochtergesellschaft übertragen. Verleger Lambert Lensing-Wolff hatte den Schritt mit dem Qualitätsniveau der bisherigen Redaktion begründet. „Das Produkt war nicht marktfähig.“ Nach Angaben des Verlags waren in den vergangenen Jahren jährlich mehr als 1000 Abonnenten verloren gegangen. Ver.di und der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) hatten scharf gegen das Vorgehen des Verlagshauses gegen die Lokalredakteure protestiert.

Im Februar hatte die Geschäftsführung einen Sozialplan angeboten. Die Regelung sehe für jeden Mitarbeiter Abfindungen im höheren fünfstelligen Bereich und die Einrichtung einer Transfergesellschaft im Wert von insgesamt 1,5 Millionen Euro vor, hatte Schumacher seinerzeit gesagt. Zusammen mit der laufenden Lohnfortzahlung werde damit ein Volumen von gut zwei Millionen Euro erreicht. dpa/Tsp

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