Projekt "Radmesser" und Verena Hasel : Zwei Reporterpreise für den Tagesspiegel

Verena Hasel hat die "Beste Lokalreportage" geschrieben, das Team Tagesspiegel mit dem Projekt "Radmesser" in der Kategorie "Datenjournalismus" gewonnen.

Das Projekt "Radmesser" beschäftigt sich mit der Situation von Fahrradfahrenden.
Das Projekt "Radmesser" beschäftigt sich mit der Situation von Fahrradfahrenden.Foto: Der Tagesspiegel

Der Tagesspiegel kann sich über zwei Auszeichnungen beim Reporterpreis 2018 freuen. Bei der Jurysitzung und der anschließenden Verleihung am Montagabend im Tipi-Zelt in Berlin wurde Verena Friederike Hasels Text „Der Aufnahmeleiter“ als „Beste Lokalreportage“ prämiert (erschienen am 29. Oktober 2017). Hasel schildert darin die Arbeit des Kolumbianers Jaime Beck, der Flüchtlingen Deutsch beibringt und dabei „zu einem der Integrationsgroßmeister Berlins“ geworden ist, wie die Autorin schreibt.

Verena Friederike Hasel gewann den Reporterpreis für die beste Lokalreportage.
Verena Friederike Hasel gewann den Reporterpreis für die beste Lokalreportage.Foto: Doris Spiekermann-Klaas

Der Reporterpreis in der Kategorie „Datenjournalismus“ ging an das Tagesspiegel-Team aus Fabian Altenried, Andreas Baum, Michael Gegg, Jakob Kluge, Hendrik Lehmann, David Meidinger, Hannes Soltau und Helena Wittlich.

Sie haben den „Radmesser“ entwickelt, der die aktuelle Situation der Radfahrer im Berliner Straßenverkehr über sieben Kategorien erfasst. Dazu gehört beispielsweise die Bestandsaufnahme, wie gut die Hauptstadt mit Radwegen ausgestattet ist, oder die Messung, wie eng die hundert ausgesuchten Testradler von Autofahrern überholt werden.

Recherche zum Fall Wedel ist "Beste Investigation"

Der Reporterpreis 2018 wurde in 13 Kategorien vergeben. Als „Beste Investigation“ wurde die Recherche „Im Zwielicht“ von Jana Simon/ Annabel Wahba und Team zum Fall Dieter Wedel ausgezeichnet („Zeit-Magazin“). Claas Relotius gewann mit „Kinderspiel“ über den syrischen Bürgerkrieg in der Kategorie „Beste Reportage“ („Der Spiegel“).

Marc Neller konnte sich über den „Hauptstadt-Preis“ freuen, sein Text „Die Zuckerkrieger“ behandelt den Lobbyistenkampf um das Lebensmittel („Welt am Sonntag“). Daniel Schulz gewann den Preis für den „Besten Essay“. „Wir waren wie Brüder“, erschienen in der „taz“, dreht sich um Neonazis in Ostdeutschland.

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