Adrette Ablagen

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Kia Rio 1.2 im Test : Kein Samba, aber viel Freiraum


Der Innenraum wirkt sehr gediegen und aufgeräumt. Das Interieur hat auch technisch durchaus einiges zu bieten. Vor allem die zentral angebrachten zwei (!)12-Volt-Anschlüss, sowie USB- und Aux-Anschluss gefallen.
Der Innenraum wirkt sehr gediegen und aufgeräumt. Das Interieur hat auch technisch durchaus einiges zu bieten. Vor allem die...Foto: Hersteller

Ganz koreanisch, praktisch gut zeigt sich der Rio in Sachen Ablagen. In der Mitte findet sich ein großer Fach mit reichlich Platz sowie USB- und Aux-Anschluss. In den Seitentaschen der beiden vorderen Türen verschwinden immerhin Flaschen in der Größe bis zu einem Liter und neben der Armablage gibt es in der Mitte noch zwei Becherhalter hinter und ein Ablagefach vor dem Schaltknüppel. Und das sieht alles auch noch recht adrett aus, auch wenn die Verarbeitung an der ein oder anderen Stelle noch etwas sauberer sein dürfte.
In unserem Test haben wir die Vernunftvariante gewählt und sind den kleinsten Benziner gefahren. Der bildet zwar preislich den Boden, hat aber mit 85 PS immerhin zehn Pferde mehr als das Dreizylinder-Pendant von der Dieselseite zu bieten. Mit den 3,2 Litern Normverbrauch, die der Spardiesel zu bieten hat, kann der 1,2 Liter große Otto-Motor allerdings dann nicht mithalten. Auf dem Prüfstand für die EU-Norm kam der Kia Rio mit dieser Motorisierung auf glatte fünf Liter.
Vortrieb nur bei höheren Touren
Bei unseren Testfahrten haben wir einen Verbrauch von 7,2 Liter gemessen. Das ist angesichts eines Stadtanteils von rund 30 Prozent ein akzeptabler Wert. Hilfreich ist dabei das serienmäßige Start-Stopp-System. Ein VW Polo mit dem aufgeladenen 1.2 TSi kommt auf den gleichen Wert, allerdings bei fünf PS mehr. Der schwächere Renault Clio genehmigt sich im Vergleich dazu 5,8 Liter auf 100 Kilometer laut Norm.

Vor allem in Sachen Nutzwert hat der Kia Rio was zu bieten. Die Ladekante ist zwar nicht gerade niedrig, aber noch im grünen Bereich.
Vor allem in Sachen Nutzwert hat der Kia Rio was zu bieten. Die Ladekante ist zwar nicht gerade niedrig, aber noch im grünen...Foto: Markus Mechnich

Allerdings hat zumindest der VW einen sehr kultivierten und kraftvollen Motor zu bieten. In diesem Punkt kann der Kia Rio dann nicht so ganz mithalten. Die 121 Newtonmeter Drehmoment stehen erst bei 4000 Umdrehungen zur Verfügung und die Höchstleistung von 85 PS gibt es erst ab 6000 Umdrehungen. Folgerichtig tut sich der Koreaner im unteren Drehzahlbereich schwer und müht sich sehr um auf Touren zu kommen. Auf Dauer wiederum hochtourig zu fahren ist allerdings auch nicht das reine Vergnügen, denn die Fahrgeräusche dringen durchaus wahrnehmbar ins Innere des Fahrzeugs. Schon bei niedrigen Geschwindigkeiten sind die Abrollgeräusche der Reifen zu hören und auf der Autobahn gesellt sich jenseits der 130 km/h auch noch der Wind als störender Geselle hinzu.

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