Alte Bekannte bei den Motoren

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Vorstellung VW Polo : Fast ein kleiner Golf

In einigen Dingen ist der Polo dem Golf gar voraus. So bekommt der Kleine ab Herbst optional LED-Vollscheinwerfer – einmalig in dieser Kleinwagen-Klasse.
In einigen Dingen ist der Polo dem Golf gar voraus. So bekommt der Kleine ab Herbst optional LED-Vollscheinwerfer – einmalig in...Foto: Promo

Mit einem Verbrauch von 4,1 Liter setzt er, kombiniert mit der Start-Stopp-Automatik und Bremsenergierückgewinnung, neue Maßstäbe für Benziner. Ob er neben dem Polo auch in den CrossPolo einzieht, wollte VW derzeit noch nicht bestätigen. Am anderen Ende der Fahnenstange wird es – da VW den Polo zu einer ganzen Familie ausbaut  – auch wieder einen Polo GTi geben. Mit 192 PS. Ebenso folgt im Laufe des Jahres ein  Polo BlueGT,   der unter der Haube einen 1,4 Liter großen Vierzylinderbenziner hat, der statt 140 nun 150 PS leistet. Seine Besonderheit: Im Teillastbereich schalten sich automatisch zwei Zylinder ab; der Motor arbeitet dann extrem sparsam. Bei konstanter Fahrt soll damit gut ein Liter Kraftstoff eingespart werden.

Bei den Motoren handelt es sich allerdings teils um alte Bekannte, die überarbeitet wurden. Und nicht jedes der Triebwerke kann auch voll überzeugen. So tut sich der 60 PS starke Dreizylinder-Benziner mit konventioneller Saugrohreinspritzung spür- und hörbar schwer,  dem frisch gestylten Polo so etwas wie Leben einzuhauchen. Entweder man ergibt sich der Lethargie dieses durchzugsschwachen Drillings, oder man schaltet fleißig mit dem manuellen Fünfganggetriebe.

75 PS klingen und gehen viel besser

Dann wird es aber nichts mit dem versprochenen Spatzendurst von 5,0 Litern pro 100 Kilometer. Wir kamen mit der 350 Euro teureren Version mit Start-Stopp-System, die mit 4,7 Litern angeben ist, auf 5,3 Liter – bei sehr verhaltener und völlig spaßfreier Fahrweise. Nein, dann schon lieber den 75-PS-Drilling wählen, der ebenfalls aus dem Kleinstwagen Up kommt. Der klingt nicht nur deutlich besser, der geht auch viel besser. Und das, obwohl es sich im Prinzip um die 60-PS-Maschine handelt, welche für 800 Euro Aufpreis nur eine geänderte Motorsteuerung bekam!

Weniger schalten, bedeutet auch geringeren Verbrauch. Wir kamen mit der Start-Stopp-Version auf respektable 4,8 Liter Praxisverbrauch. Ein Vollwertmotor für alle, die sparen wollen und dafür damit zufrieden sind, mit maximal 173 km/h und einem Spurtwert von Null auf Tempo von mäßigen 14,3 Sekunden vorlieb zu nehmen. Wer es gern etwas sportlicher hätte, nimmt den wirklich empfehlenswerten 1,2 Liter großen Turbobenziner mit 90 PS (Früher waren es 86 PS). Allerdings ist der Aufpreis gegenüber der 75-PS-Version mit 2475 Euro extrem hoch. Denn dieses Triebwerk gibt es erst ab Polo Comfortline.

Innenraum kräftig aufgemöbelt

Dafür gefällt dieser Vierzylinder-Direkteinspritzer mit guter Durchzugskraft, leisem Lauf und ordentlicher Drehfreudigkeit. Mit ihm macht der Polo dann wirklich Spaß. Und außerdem lässt sich dieser Motor, wenn gewünscht, auch sparsam fahren. Wir kamen auf 5,8 Liter (Normverbrauch 4,7 Liter), inklusive 140 km/h auf der Autobahn. Die ebenfalls heftigen 1700 Euro Aufpreis für die 110-PS-Version dieses Motors kann man sich sparen. Dann lieber diese Summe in das 1450 Euro teure 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe investieren, mit dem ein spürbarer Komfortzuwachs verbunden ist

So motorisiert, gibt sich der Polo fast so wie ein kleiner Golf. Denn auch der Innenraum wurde kräftig aufgemöbelt; mit neuen Instrumenten, neuem Lenkrad, besseren Kunststoffen und geänderter Mittelkonsole mit alufarbener Blende sowie verschiedenen Chromleisten.

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