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Afghanistan: 60 Taliban-Kämpfer bei US-Luftangriff getötet

Bei einem neuen amerikanischen Luftangriff auf Taliban-Stellungen sind in Südafghanistan etwa 60 radikal-islamische Rebellen getötet worden. Die Gefechte gehörten zu den schwersten seit dem Sturz des Taliban-Regimes Ende 2001.

Kabul - Bei Kämpfen vor dem Bombardement in der Provinz Urusgan seien vier Soldaten getötet worden. Die Rebellen hätten am Vortag eine Militärpatrouille angegriffen. Amerikanische und afghanische Truppen hätten dann die Verfolgung der Taliban-Kämpfer aufgenommen und Luftunterstützung angefordert. Die US-Streitkräfte teilten zu den Kämpfen mit, 24 Taliban-Kämpfer und fünf afghanische Sicherheitskräfte seien getötet worden. Die Kämpfe hätten sechs Stunden gedauert.

Zu einem Luftangriff machten die US-Streitkräfte keine Angaben. Sie räumten aber ein, dass die Taliban in Urusgan Fuß gefasst hätten. Mehrere hundert Rebellen operierten dort, sagte ein Sprecher der US- Armee in Kabul. Die Extremisten seien mit Waffen ausgerüstet, die aber nicht modern seien. Bei Kämpfen in Südafghanistan sind seit vergangener Woche rund 300 Menschen ums Leben gekommen, darunter auch mehrere ausländische Soldaten.

Zuletzt waren bei einem schweren US-Luftangriff in Südafghanistan in der Nacht zu Montag mindestens 77 Menschen getötet worden, darunter 16 Zivilisten. Während eines Besuchs in den Vereinigten Arabischen Emiraten ordnete der afghanische Präsident Hamid Karsai eine Untersuchung des Vorfalls an. Nach seiner Rückkehr nach Kabul werde Karsai den Kommandeur der US-geführten Koalitionstruppen einbestellen, hieß es in einer Mitteilung des Präsidentenpalastes. (tso/dpa)

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