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Ahwas : Anschlag auf Militärparade im Iran

Mindestens 25 Menschen wurden bei einem Anschlag im Südwesten des Irans getötet. Mehr als 60 Menschen wurden verletzt, viele schweben noch in Lebensgefahr.

Der Ort der Militärparade: Ahvaz.
Der Ort der Militärparade: Ahvaz.Foto: BEHRAD GHASEMI / ISNA / AFP

Die Zahl der Opfer des Angriffs auf eine Militärparade im Iran ist einem Bericht zufolge auf 25 Tote gestiegen. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA handelt es sich bei den Toten in der Stadt Ahwas im Südwesten des Irans nicht nur um Soldaten der Revolutionsgarden, sondern auch um Zivilisten, unter ihnen Kinder. Es habe über 60 Verletzte gegeben, von denen viele in Lebensgefahr schwebten, teilte die IRNA mit. 

Vier Mitglieder der sunnitischen Separatistengruppe namens „Al-Ahwasieh“ hatten am Samstag bei einer Militärparade in Ahwas von einem Park aus auf eine Gruppe von Revolutionsgardisten geschossen. Über das Schicksal der vier Schützen gibt es unterschiedliche Berichte. Zunächst hieß es, zwei seien erschossen und zwei verhaftet worden. Das Staatsfernsehen berichtet nun, dass alle vier getötet worden seien. 

Bei den Tätern handelt es sich nach Angaben der Revolutionsgarden um vier Mitglieder einer sunnitischen Separatistengruppe namens „Al-Ahwasieh“. Die Gruppe hat mittlerweile die Verantwortung für den Angriff übernommen. Laut Teheran wird die Gruppe von Saudi-Arabien unterstützt. Ihre Mitglieder sollen Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sein.

Wenige Stunden nach der Tat bekannte sich dann der IS über sein Sprachrohr Amak zu dem Anschlag. Für die sunnitische Terrormiliz ist der schiitische Iran ein Erzfeind. Vom Iran gesponserte Milizen sind sowohl in Syrien als auch im Irak im Einsatz.
Über das Schicksal der vier Schützen gibt es unterschiedliche Berichte. Zunächst hieß es, zwei seien erschossen und zwei verhaftet worden. Das Staatsfernsehen berichtet nun, dass alle vier getötet worden seien.

Außenminister Mohammed Dschawad Sarif verurteilte den Angriff in Ahwas und drohte mit Konsequenzen. „Terroristen, die von einem ausländischen Regime rekrutiert, ausgebildet, bewaffnet und bezahlt wurden, haben Ahwas angegriffen“, schrieb Sarif auf Twitter. Ohne Saudi-Arabien beim Namen zu nennen, machte er die „Terror-Sponsoren in der Region und ihre amerikanischen Herren“ für den Angriff verantwortlich und drohte mit „einer umgehenden und konsequenten Reaktion“ des Irans.

Der Anschlag ist der schwerste dieser Art im Iran in den vergangenen Jahren. Im Jahr 2017 hatten IS-Anhänger in der Hauptstadt Teheran das iranische Parlament und das Mausoleum des Revolutionsführers Ruhollah Chomeini angegriffen. Damals kamen 18 Menschen ums Leben. (dpa)

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