Algerien : Al-Qaida-Arm bekennt sich zu Anschlägen

Zwei Anschläge in Algerien gehen offenbar auf das Konto von Al Qaida im Maghreb. Während bei einem Attentat sieben Polizisten getötet worden waren, kam bei dem zweiten ein russischer Gas-Arbeiter ums Leben.

Algier - Der Al-Qaida-Arm im Maghreb hat sich zu dem Attentat auf Mitarbeiter eines russischen Unternehmens bekannt. Bei dem Anschlag am Sonntag seien zehn der "russischen Ungläubigen" verletzt oder getötet worden, hieß es in einem Bekennerschreiben. Das Attentat sei "unseren Brüdern in Tschetschenien" gewidmet. Zudem bekannte sich die Gruppe zu einem weiteren Anschlag in Takhoukht, bei dem ebenfalls am Sonntag sieben Polizisten getötet worden waren.

Die Zeitung "Al Khabar" hatte am Sonntag von vier Toten und fünf Verletzten gesprochen. Der Sprengsatz sei an einer Straße in der Nähe von Aïn Defla explodiert, als der Bus am Samstagabend dort vorbeifuhr, berichtete das Blatt. Bei den Toten handele es sich um einen Russen und drei Algerier. Die russische Botschaft bestätigte, dass ein Russe getötet und ein weiterer verletzt worden sei. Zudem seien zwei Ukrainer unter den Verletzten.

Das russische Unternehmen soll eine Gasleitung zwischen Aïn Defla und der Nachbarregion Médéa verlegen. Die Gruppe Al Qaida im Maghreb ist aus der radikalislamischen Salafisten-Gruppe für Predigt und Kampf (GSPC) hervorgegangen. (tso/AFP)

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