Amtseinführung in Russland : Schröder darf Putin als Zweiter gratulieren

Altkanzler im innersten Zirkel: Nach Wladimir Putins Amtseinführung gratulieren Patriarch Kirill, Gerhard Schröder – und dann erst Premier Medwedjew.

Gerhard Schröder gibt Wladimir Putin, Präsident von Russland, bei dessen Amtseinführung die Hand.
Gerhard Schröder gibt Wladimir Putin, Präsident von Russland, bei dessen Amtseinführung die Hand.Foto: dpa/Alexei Druzhinin

Der frühere deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder hat am Montag an der Amtseinführung des russischen Präsidenten Wladimir Putin im Kreml in Moskau teilgenommen.

Bilder des russischen Fernsehens zeigten, dass der SPD-Politiker prominent in der ersten Reihe neben Ministerpräsident Dimitri Medwedew und dem orthodoxen Patriarchen Kirill stand.

Handschlag mit dem Ex-Kanzler

Schröder war auch einer der wenigen Gäste, denen Putin nach der Vereidigung die Hand gab. Zunächst gratulierte Patriarch Kirill, dann Altkanzler Schröder, dann erst Premier Medwedjew.

Seit seinem Ausscheiden als Kanzler 2005 arbeitet der SPD-Politiker für russische Energiekonzerne und wird dafür auch kritisiert.

Putin dankte in einer kurzen Rede für die Unterstützung bei der Präsidentenwahl im März, bei der er auf 77 Prozent der Stimmen gekommen war. „Ich sehe das als großes politisches Kapital“, sagte er.

Die Unterstützung im Land sei auch wichtig, um die Interessen Russlands international zu vertreten. Der Kremlchef geht in eine vierte und laut Verfassung letzte Amtszeit, die bis 2024 dauern wird. (dpa)

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